Innenpolitik

Frauenressort in OÖ wohl bald wieder in schwarzen Händen

Die Neuaufstellung des ÖVP-Regierungsteams in OÖ hat auch für die SPÖ Konsequenzen. Die einzige rote Landesrätin Birigt Gerstorfer wird das Frauenressort an die ÖVP zurückgeben müssen. Daran ließ der künftige Landeshauptmann Thomas Stelzer am Freitag gegenüber der APA keinen Zweifel aufkommen. Gerstorfer kann sich zwar vorstellen, dafür andere Agenden abzugeben, davon hält Stelzer aber nichts.

Gerstorfer muss das Frauenressort abgeben.  SN/APA/FOTOKERSCHI.AT/HANNES DRAXLE
Gerstorfer muss das Frauenressort abgeben.

Stelzer hatte nach den Landtagswahlen 2015 das Frauenressort von der ausgeschiedenen Landesrätin Doris Hummer erhalten. Dieses übertrug er dann an das einzige weibliche Regierungsmitglied, SPÖ-Landesrätin Gerstorfer. Allerdings nur so lange, bis auch die ÖVP wieder eine Frau in die Landesregierung schickt. Das wird ab 6. April Christine Haberlander sein. Gerstorfer würde das Ressort allerdings gerne in SPÖ-Händen behalten. Sie kündigte an, Gespräche führen zu wollen und auch bereit zu sein, eine andere Agenda dafür herzugeben.

Mit dem Einzug Haberlanders in die Landesregierung ist für Stelzer allerdings "ganz klar", dass es wieder zu einer Rückgabe der Frauenagenden in schwarze Hände kommt. "Das habe ich persönlich immer ganz klar, fair und offen gesagt und darum machen wir es auch so. Das erwarten sich auch die Leute, dass man Dinge, die man sagt, dann auch so vollzieht und nicht wieder so das Mauscheln oder Abtauschen anfängt", so Stelzer.

Quelle: APA

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