Innenpolitik

Gerstorfer wird SPÖ-Spitzenkandidatin in Oberösterreich

Die oberösterreichische SPÖ-Landesparteivorsitzende Birgit Gerstorfer wird bei Landtagswahl 2021 die Spitzenkandidatin sein. "Das ist fix", sagte der Landesgeschäftsführer Georg Brockmeyer in einem Gespräch mit Journalisten am Donnerstag. "Das ist so sicher wie das Amen im Gebet".

Mit Gerstorfer will die SPÖ an die Spitze SN/APA (Land Oberösterreich)/STINGL
Mit Gerstorfer will die SPÖ an die Spitze

Entschieden wird bei einem Landesparteitag am 28. November in der Tabakfabrik in Linz. Er war ursprünglich am 16. Mai geplant, wurde aber wegen des Coronavirus soweit wie es die Statuten erlauben in den Herbst verschoben. Der im April kommenden Jahres vorgesehene außerordentlichen (Vorwahl-)Parteitag wurde nunmehr mit dem Novembertermin zusammengelegt. "Mir wäre er aus kampagnentechnischen Gründen später lieber gewesen", bemerkte Brockmeyer.

Zu Spekulationen, der frühere Verkehrs-, Sozial- und Gesundheitsminister Alois Stöger könnte in Oberösterreich künftig eine führende Rolle übernehmen, hielt Brockmeyer fest, dieser sei ohnehin stellvertretender Landesparteivorsitzender. Bei der vergangenen Nationalratswahl sei er der oö. Spitzenkandidat gewesen und habe nun als Mandatar eine politische Funktion in Wien. "Er ist unser erster politischer Vertreter in Wien." Die Partei in Oberösterreich unter der Führung von Gerstorfer arbeite eng mit ihm zusammen und schätze seine Erfahrung als früherer Minister. Derzeit würden gemeinsam Ideen zur Belebung des Arbeitsmarktes entwickelt.

Die Erstellung der Listen für die Regionalwahlkreise sei Sache der Bezirke. Aber es werde viele Änderungen geben, weil etliche Mandatare nicht mehr kandidieren. Die Kür werde auf verschiedene Weise erfolgen, etwa in Linz in einer Abstimmung, zu der alle 6.000 Mitglieder eingeladen sind, oder in einem offenen Assessment-Center im Bezirk Linz-Land. Da gebe es bis zum Parteitag noch viel Arbeit, bestätigte der Landesgeschäftsführer: "Im Herbst wird uns nicht langweilig werden."

Für die Organisation der Parteiveranstaltung gebe es zwei Szenarien: Ein großes, offenes auch mit etlichen Gästen oder bei Einschränkungen durch das Coronavirus ein kleines. Jedenfalls schreiben die Statuten eine persönliche Anwesenheit der Delegierten vor. Als laut eigenen Angaben erste Partei in Österreich werde die SPÖ Oberösterreich die Wahl übers Tablet durchführen. Das spare rund zwei Stunden Zeit.

Quelle: APA

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