Der Falke singt nicht mehr für die Freiheitlichen

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Glosse Marian Smetana

Es gehört zum kleinen Einmaleins des Wahlkampfmanagers: Das Schwingen der Parteifahnen und das traditionelle Einlaufen der Spitzenkandidaten bei Parteiveranstaltungen ist nichts wert, wenn nicht aus den Boxen die richtige Musik dazu dröhnt. Dass die DJs der FPÖ für die 1.Mai-Feier den Falco-Hit "Helden von Heute" auflegten, stieß dem Nachlassverwalter des Falken sauer auf. Die Partei musste sich verpflichten, die Songs des Popstars nicht mehr zu spielen. Dabei würden einige der Falco-Hits durchaus die freiheitliche Genese beschreiben.

Für den Wahlkampf nach dem plötzlichen Regierungsende würden sich etwa Titel, wie: "Verdammt, wir leben noch", "Do it again" oder "Out of the Dark" anbieten. Eher weniger wahlkampftauglich sind "Titanic", "Maschine brennt" oder "Hinter uns die Sinnflut".

Nach den auf Film gebannten Prallereien von Strache und Gudenus auf Ibiza gegenüber einer angeblichen russischen Oligarchin werden die Falco-Lieder "Zuviel Hitze", "Macho Macho" oder "S.C.A.N.D.A.L." ohnehin auf dem blauen Index landen.

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