Dieses Verständnis von Demokratie bitte löschen!

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Die Post bringt nicht nur allen was, sie speicherte bisher neben Adressen auch die "Parteiaffinität" von 2,2 Millionen Adressaten. Von der simplen Überlegung ausgehend, dass jemand, der Prospekte vom Biosupermarkt bekommt, anders wählt als jemand, der Briefe von Gewerkschaft oder Kirche erhält. Die so gewonnenen Profile verscherbelte die Post an politische Parteien. Zwei Fragen drängen sich auf. Erstens: Ist eine solche Sammlung überhaupt legal? Zweitens: Welches Bild haben Post und Parteien von den Wahlentscheidungen der Bürger? Offenbar ein falsches. Denn wer lieber bio isst, ist nicht automatisch Grünwähler. Wer gewerkschaftlich organisiert ist, macht nicht zwangsläufig bei der SPÖ das Kreuz. Und nicht nur ÖVP-Wähler zahlen Kirchensteuer.

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