Innenpolitik

"Heuchelei" unterm Dach der UNO

Nicht nur Österreich, auch Saudi-Arabien wacht über Menschenrechte.

Die mutmaßliche Massakrierung des Journalisten Jamal Khashoggi im saudi-arabischen Generalkonsulat von Istanbul wäre eigentlich ein Thema von brennendem Interesse für den UNO-Menschenrechtsrat. Stünde dem nicht der Umstand entgegen, dass Saudi-Arabien selbst Mitglied dieses UNO-Organs ist, das laut Definition für Entwicklung und Schutz der Menschenrechte auf der ganzen Welt zuständig ist. Ein von den SN befragter Diplomat spricht im Zusammenhang mit dem Bestellungsprozess der Menschenrechtsrats-Mitglieder von "Heuchelei". Saudi-Arabien sei seinerzeit "auch mit den Stimmen der westlichen Delegierten" der UNO-Generalversammlung als eines von 47 Mitgliedsländern in dieses Gremium gewählt worden. Erst kürzlich wurde auch Österreich für drei Jahre in den Kreis der Mitgliedsländer gewählt, zusammen übrigens mit dem totalitären Eritrea, das laut Einschätzung des französischen Außenministeriums eine "besorgniserregende" Menschenrechtslage aufweist.

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