Innenpolitik

Hiroshima-Jahrestag: Warnungen vor Gefahren durch Atomwaffen

Anlässlich des 71. Jahrestages des Atombombenabwurfs über Hiroshima am 6. August 1945 haben Außenminister Sebastian Kurz sowie Rotkreuz-Generalsekretär Werner Kerschbaum in einer gemeinsamen Presseaussendung eine atomwaffenfreie Welt gefordert. Auch Petra Bayr von der SPÖ äußerte sich zu dem Thema, eine Aktion am Wiener Stephansplatz ist geplant.

"Österreich hat 2014 einen Aufruf gestartet für die Stigmatisierung, ein völkerrechtliches Verbot und die Eliminierung von Atomwaffen. 127 Staaten haben sich dieser Initiative bereits angeschlossen. Die Bekräftigung dieser Forderung ist mir angesichts des Jahrestages des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki ein besonderes Anliegen", erklärte Kurz.

Atomwaffen seien eine nicht gebannte Gefahr. "Der 71. Jahrestag der verheerenden Ereignisse in Hiroshima und Nagasaki sollte ein Ansporn für uns sein, die internationalen atomaren Abrüstungsbemühungen zu verstärken, insbesondere vor dem Hintergrund aktueller geopolitischer Spannungen", so der österreichische Außenminister weiter.

Werner Kerschbaum, der Generalsekretär des österreichischen Roten Kreuz, äußert sich ebenfalls zum Jahrestag: "Atomwaffen sind eine der größten Bedrohungen für die Menschheit - auch wenn sich viele dieser Bedrohung nicht bewusst sind. Derzeit sind weltweit rund 2.000 Atomsprengköpfe einsatzbereit."

Auch die Bundessprecherin der SPÖ für globale Entwicklung, Petra Bayr, warnt vor erneuten Abwürfen: "Die humanitären Folgen und die Zerstörung der Umwelt durch Atomwaffen sind desaströs und inakzeptabel." Entsprechende humanitäre Hilfe wäre wegen fehlender Infrastruktur nicht möglich und die ökologischen Auswirkungen eines regionalen Atomkrieges würden eine Hungersnot für Milliarden Menschen verursachen. Die einzig logische Forderung sei laut der Nationalratsabgeordneten eine atomwaffenfreie Welt.

Auch die Wiener Friedensbewegung und die Hiroshimagruppe Wien möchten die Ereignisse vor 71 Jahren immer wieder in Erinnerung zu rufen und fordern eine Welt ohne Atomwaffen, ohne Krieg und ohne Atomkraftwerke. Sie veranstalten am Samstag um 18:00 eine Hiroshima-Aktion auf dem Wiener Stephansplatz, um etwa 20:30 Uhr findet ein Laternenmarsch von dort zum Teich vor der Karlskirche statt.

Bei der Aktion werden unter anderem Grußbotschaften zur Unterstützung der Anliegen der Organisationen präsentiert, das Rote Kreuz wird auf die Gefahren von atomarer Strahlung hinweisen. Unter den 250 Grußadressen, welche die Aktion unterstützen, sind neben Bundeskanzler Christian Kern auch Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, MdEP Ulrike Lunacek und Kardinal Christoph Schönborn.

Bei Schlechtwetter findet die Aktion im Domcafe, 1010 Wien, Stephansplatz 3, statt.

Quelle: APA

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