Innenpolitik

IGGÖ veröffentlicht Leitfaden für Öffnung

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) hat einen Leitfaden für die schrittweise Öffnung ihrer Moscheen veröffentlicht. Ab 15. Mai werden in jenen Häusern, die die strengen Corona-Auflagen erfüllen können, das Morgen-, Mittags- und Nachmittagsgebet wieder aufgenommen, hieß es am Mittwoch. "Stärker frequentierte Gemeinschaftsgebete" bleiben weiterhin ausgesetzt.

Stärker frequentierte Gemeinschaftsgebete bleiben ausgesetzt SN/APA/HANS KLAUS TECHT
Stärker frequentierte Gemeinschaftsgebete bleiben ausgesetzt

Der Leitfaden sei keine Aufforderung, die Moscheen unbedingt zu öffnen, betonte die Glaubensgemeinschaft. Einrichtungen, die die strengen Schutz- und Hygienemaßnahmen nicht erfüllen können, seien daher weiterhin dazu angehalten, ihre Tore geschlossen zu halten. Abend-, Nacht- und Freitagsgebet finden weiterhin nicht statt, ebenso das abendliche Fastenbrechen und die im Ramadan üblichen nächtlichen Taraweh-Gebete.

"Auch auf das Festgebet werden wir schweren Herzens voraussichtlich verzichten müssen. Ein großes, aber leider notwendiges Opfer", schrieb IGGÖ-Präsident Ümit Vural. Die Sehnsucht der Musliminnen und Muslime nach ihren Moscheen sei zwar besonders groß, vor allem im derzeitigen Fastenmonat Ramadan. "Dennoch bleibt es weiterhin unsere Überzeugung, dass der Schutz und die Gesundheit unserer Mitmenschen absolute Priorität genießen.

"Unter größtmöglichen Sicherheitsvorkehrungen" werde die Islamische Glaubensgemeinschaft nun "sehr vorsichtige erste Schritte zur Öffnung unserer Moscheen unternehmen". Vural hofft, bereits in den kommenden Wochen weitere Lockerungen ankündigen zu können.

Quelle: APA

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