Innenpolitik

Inhaftierter Rechtsextremer schrieb Leserbriefe in "Aula"

Jener mutmaßliche Kopf des heimischen Ablegers der neonazistischen "Europäischen Aktion" (EA), der derzeit in Wien in Untersuchungshaft sitzt, hat regelmäßig Leserbriefe in der rechtsextremen Zeitschrift "Aula" verfasst. Zwischen 2008 und 2014 wurden in der FPÖ-nahen Zeitschrift ein Dutzend Leserbriefe des Mannes abgedruckt, geht aus Recherchen der NGO "SOS Mitmensch" hervor.

Gegen den heimischen Ableger der neonazistischen "Europäischen Aktion" (EA) ist bei der Staatsanwaltschaft Wien seit längerem ein Ermittlungsverfahren anhängig. Hans B., der "Landesleiter für Österreich", sitzt seit Monaten in U-Haft - und bleibt es auch, wie bei einer Haftprüfungsverhandlung vergangene Woche festgestellt wurde.

Laut SOS Mitmensch enthalten die Leserbriefe in der "Aula" (die auch immer wieder von der FPÖ als Bühne für Interviews oder Werbeeinschaltungen genutzt wird) auch antisemitische und rassistische Inhalte. Darin schreibt Hans B. unter anderem von den "Völkern der weißen Rasse" und der "weißen Menschheit".

Für SOS Mitmensch-Sprecher Alexander Pollak zeigt die Tatsache, dass die Leserbriefe des Mannes in der "Aula" abgedruckt wurden, "wie nahe sich Teile der FPÖ und ihre rechtsextremen Leitmedien an gewaltbereiten neonazistischen Kreisen bewegen. Der Grat zwischen der Verbreitung von antisemitischem und rassistischem Gedankengut und rechtsextremen Gewalt- und Umsturzplänen ist wesentlich schmaler als viele wahrhaben wollen".

Quelle: APA

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