Innenpolitik

Kärnten-Verfassungsreform: "Keine Diskussion" für Mandl

Auf den Streit um die Erwähnung der slowenischen Minderheit in der neuen Kärntner Landesverfassung hat am Freitag auch der Kärntner Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl reagiert.

Mandl (Mitte) will Blick nach vorne richten.  SN/APA/GERT EGGENBERGER
Mandl (Mitte) will Blick nach vorne richten.

"Das ist keine Diskussion, die wir ernsthaft führen sollten", sagte Wirtschaftsbündler Mandl. Kritik an Landesrat Christian Benger (ÖVP) kam auch vom Kärntner Altlandeshauptmann Gerhard Dörfler.

"Wir sollten nicht den Blick zurück, sondern nach vorn richten", sagte Mandl. Für ihn als Unternehmer sei die Diskussion "Schnee von gestern" und meinte: "Ich wäre froh, wenn ich fließend Slowenisch könnte." Er gehe davon aus, dass in dem Streit schlussendlich die Vernunft siegen werde.

Benger koche hier ein Thema hoch, das "keines mehr ist", reagierte Dörfler auf die Diskussion in einem Interview mit dem "Standard": "Es ist beschämend, was ÖVP-Chef Christian Benger da macht."

Benger und die ÖVP würden die Abschaffung des Proporzes "unbedingt zum Scheitern bringen wollen", sagte Dörfler. Er sei tief betroffen über die "wirklich grausliche Vorgangsweise" der ÖVP, sagte er und riet der Partei, das "christlich" aus ihrem Parteiprogramm zu streichen. Im Übrigen sprach sich Dörfler - ganz auf Parteilinie - gegen die Abschaffung des Proporzes aus.

Quelle: APA

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