Innenpolitik

Kern bewarb "Plan A" bei der Sektion ohne Namen

Bundeskanzler Christian Kern macht weiter Werbung für seinen "Plan A". Im Zuge der "Worauf Warten?"-Tour diskutierte er am Dienstagabend im Wiener Ares Tower vor ca. 200 Gästen mit Vertretern der Sektion ohne Namen (SPÖ). Neben Fragen aus dem Publikum konnten sich Interessierte auch via Internet beteiligen. Zum Koalitionsklima äußerte sich der Bundeskanzler dort nicht direkt.

Kern wirbt weiter für den "Plan A".  SN/APA/BARBARA GINDL
Kern wirbt weiter für den "Plan A".

Es sei in der Koalition zwar oft nicht einfach, es gebe aber genug Punkte, die die Sozialdemokratie "gemeinsam mit der ÖVP und auch anderen Parteien" durchsetzen könnte, merkte er nur an. Langfristig wünscht sich Kern ein Mehrheitswahlrecht, denn das politische Konzept sei mit einem gesellschaftlichen Führungsanspruch verknüpft.

"Die Sozialdemokratie war immer dann stark, wenn man sich als Kraft der Demokratisierung, der Gerechtigkeit und der Emanzipation gesehen hat", gab sich der SPÖ-Chef kämpferisch. Digitalisierung und technologischer Wandel würden in Zukunft "enorme Herausforderungen" stellen. Es sei aber sinnlos, sich dagegen zu verwehren, denn "die Integration der Wirtschaft werden wir nicht mehr ändern und es wird uns auch nicht gelingen, Technologien in eine Kiste zu sperren".

Auch hätten Globalisierung und technologischer Fortschritt historisch einzigartigen Wohlstand ermöglicht. Die SPÖ solle deswegen die neuen Herausforderungen im Rahmen eines politischen Gesamtkonzepts annehmen "anstatt sich in Konzepte von gestern zu flüchten". Dazu sei es notwendig, "auch die eigenen Strukturen zu modernisieren und auf die Höhe unserer Zeit zu bringen".

Die Sektion ohne Namen wurde im März 2016 von dem Rechtsanwalt Oliver Stauber und Freunden im ersten Bezirk gegründet. Ihr gehört unter anderen auch der Sohn des Bundeskanzlers, Niko Kern, an. Der Zusammenschluss definiert sich nicht ausschließlich über Bezirk und Parteizugehörigkeit, sondern sei offen für Interessierte, vor allem junge Menschen.

Quelle: APA

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