Innenpolitik

Kern will aus Islamkindergärten kein Wahlkampfthema machen

Kanzler Christian Kern, SPÖ-Spitzenkandidat für die Nationalratswahl im Herbst, lehnt es ab, aus den Islam-Kindergärten ein Wahlkampfthema zu machen. Wo es Probleme gebe, müsse man Maßnahmen setzen, er sei überzeugt, dass die Stadt Wien sich intensiv darum kümmere, sagte Kern am Montagabend in einem Sommergespräch mit dem Privatsender Puls 4.

Kern vertraut auf die Stadt Wien.  SN/APA (Archiv/AFP)/THIERRY CHARLIE
Kern vertraut auf die Stadt Wien.

Kern verteidigte auch seine Position zur Schließung der Mittelmeerroute, diese sei illusorisch. "Es wird niemand einen Zaun im Mittelmeer bauen können." Dass Hilfsorganisationen in Seenot geratene Flüchtlinge retten, "dazu gibt es keine Alternative". Bei den Abschiebungen nach Afghanistan will Kern die deutsche Prüfung abwarten.

Für Kern hat die SPÖ bzw. die Regierung beim Beschäftigungsbonus, der nicht für neue Zuwanderer aus dem EU-Ausland gelten soll, keine FPÖ-Position übernommen. "Die FPÖ ist völlig powidl bei so einem Thema." Kern bemängelte auch, dass nicht nur die FPÖ, sondern auch die ÖVP gegen die Ehe für alle sei. Es wehre sich auch die neue Volkspartei wie verrückt gegen die Öffnung.

Den Auftritt als Pizzamann verteidigte Kern ebenso wie seine Teilnahme bei der Ice Bucket Challenge 2014, als er ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka nominiert hatte.

Quelle: APA

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