Innenpolitik

KH Nord: Salzburger Energetiker Christoph Fasching von eigener Arbeit überzeugt

Der Energetiker Christoph Fasching ist Dienstagabend in Wien der gemeinderätlichen Untersuchungskommission Rede und Antwort gestanden. Dabei zeigte er sich davon überzeugt, dass seine Arbeit Früchte getragen habe, da seit Beginn seines Wirkens das Projekt wieder "rund" laufen würde. Im Oktober 2017 sei er engagiert worden, dabei sei der bekannte "Schutzring" nur ein Teil seiner Arbeit gewesen.

Zu Beginn der Befragung bekam der in Anthering praktizierende Christoph Fasching Gelegenheit sich vorzustellen und nützte diese, um "ein anderes Bild von mir selbst zu geben". Er sei Unternehmensberater, Autor von sieben Büchern und Gründer des Forschungszentrums für Bewusstsein und habe damit mit Esoterik nichts zu tun. Seine Aufgabe sei es, das Bewusstsein zu bearbeiten und zu verändern - eben auch jenes von Unternehmen oder Projekten.

Über eine Kollegin, mit der er auch im Anschluss die Arbeiten am KH Nord durchführte, wurde er an die Projektleitung des Megaspitals vermittelt. Die ehemalige Programmleiterin des KH Nord, Susanne Lettner, sowie die ehemalige ärztliche Leiterin des Spitals, Sylvia Schwarz, hätten Fasching gemeinsam mit den beiden Stellvertretern Lettners für seine Dienste engagiert. Daraufhin habe er ein Pauschalangebot von 95.000 Euro gelegt, in dem jedoch keine Einzelleistungen definiert wurden, "damit wir frei sind, die Dinge zu tun, die zu tun sind", sagte Fasching.

Der bereits bekannte energetische "Schutzring" sei dabei nur ein Nebenprodukt gewesen. Über einen Zeitraum von vier Monaten habe er die Projektleitung begleitet und beraten - dabei könne man nicht zwischen "mentaler Arbeit und Coaching unterscheiden", da es hier in seinem Tun keine klare Abgrenzung gäbe. Neben dieser Beratung sei es seine Aufgabe gewesen, das "Bewusstsein der Teilprojekte zu bearbeiten und Störfaktoren zu beseitigen".

Fasching sei zu einem Zeitpunkt engagiert worden, indem es eine Vielzahl von Problemen gegeben habe. Einerseits auf personeller Ebene - der Druck auf Mitarbeiter sei so hoch gewesen, dass es zu vielen Krankenständen, hoher Fluktuation oder auch Burn-Outs gekommen sei. Andererseits habe es beim Bau des Krankenhauses nahezu einen "Totalstillstand" gegeben. Vom Erfolg seiner Arbeit zeigte sich Fasching überzeugt, denn "seit einem Jahr läuft es rund. Ich kann mir durchaus ein bisschen auf die Schulter klopfen", er habe "einen Teil dazu beigetragen". Die Methodik seiner Arbeitsweise liege in einem vom Forschungszentrum für Bewusstsein "selbst entwickelten geistigen Prozess".

Dem KAV habe Fasching ein 15-seitiges Angebot mit "klar definierter Leistung" vorgelegt sowie nach Abschluss der Arbeit auch ein Protokoll von 36 Seiten übermittelt. Das gestellte Honorar von 95.000 Euro empfand Fasching als durchaus üblich und gerechtfertigt und stellte daraufhin die Frage an die Abgeordneten: "Wie viele Millionen wurden hier für Berater ausgegeben?" Seine Arbeit habe er vor Ort, aber auch aus der Entfernung erledigt, da er in Salzburg wohnhaft ist.

Quelle: APA

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