Innenpolitik

Kickl will Veröffentlichung der SPÖ-Hilfe für Van der Bellen

Alexander Van der Bellen ist für FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl kein unabhängiger, sondern ein rot-grüner Präsidentschaftskandidat. Er will daher eine "detaillierte Auflistung des finanziellen Gegenwerts der von der SPÖ zur Verfügung gestellten Werbeflächen" sowie "eine Auflistung des Gegenwerts der Arbeitszeit für Unterstützung durch SPÖ-Funktionäre durch das Team Van der Bellen und die SPÖ".

Kickl will Veröffentlichung der SPÖ-Hilfe für Van der Bellen SN/APA/HERBERT NEUBAUER
Herbert Kickl will Transparenz.

Bestätigt sieht sich Kickl durch Aussagen von SPÖ-Vertretern, dass man das Team des Ex-Grünen-Chefs im Wahlkampf organisatorisch "mit Manpower", aber nicht finanziell unterstützen werde. Aber auch diese Unterstützung müsste im Sinn der Transparenz ausgewiesen werden, meinte Kickl am Freitag in einer Aussendung: "Sachspenden sind gemäß den gesetzlichen Bestimmungen genauso wie Geldspenden auszuweisen."

Lothar Lockl, Kampagnenleiter von Alexander Van der Bellen, trat umgehend der Darstellung Kickls entgegen, sein Kandidat wäre wegen der nicht-finanziellen SPÖ-Hilfe "rot-grün".

Van der Bellen werde von einer "breiten und parteiübergreifenden Bürgerbewegung" getragen. Nicht nur Persönlichkeiten aus SPÖ, ÖVP, Grünen, dem Team Irmgard Griss und den NEOS, sondern vor allem Zehntausende Bürger würden ihn mit Spenden, Aktionen und Initiativen unterstützen - was "nicht in Zahlen zu fassen ist", merkte Lockl mit Blick auf die Forderung Kickls an, den finanziellen Gegenwert der SPÖ-Hilfeleistungen transparent auszuweisen. "Ich verstehe, dass diese gesellschaftliche und politische Breite für die FPÖ-Wahlkampfleitung ungewohnt ist und angesichts einer reinen FPÖ-Parteikampagne Sorgen bereitet", ätzte Lockl in Richtung FPÖ und deren Kandidaten Norbert Hofer.

Quelle: APA

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