Innenpolitik

Leopoldstadt: Briefwähler brachten Grünen noch zwei Mandate

Die Grünen bleiben die Nummer 1 in der Bezirksvertretung von Wien-Leopoldstadt - auch nach Auszählung der Briefwahl und der Stimmen der nicht österreichischen EU-Bürger. Sie konnten ihren in der Wiederholungswahl eroberten Vorsprung sogar noch ausbauen - und haben jetzt zwei Mandate mehr, SPÖ und FPÖ dafür je eines weniger als im Sonntagabend-Ergebnis. Die Beteiligung blieb mit 35 Prozent mager.

Leopoldstadt: Briefwähler brachten Grünen noch zwei Mandate SN/APA/HERBERT NEUBAUER
Am Sonntag wurde gewählt.

Mit den Briefwählern und den EU-Bürgern ist sie aber doch deutlich gestiegen, im vorläufigen Ergebnis vom Sonntag wurden nur 26,70 Prozent ausgewiesen. Letztlich folgte aber nur etwas mehr als ein Drittel der Wahlberechtigten dem zweiten Ruf an die Urnen. Die Wahl musste wiederholt werden, weil der Verfassungsgerichtshof einer Anfechtung der FPÖ stattgegeben habe.

Die Hoffnung der Blauen, bei der Wiederholung den Grünen den zweiten Platz abzunehmen und damit den Bezirksvorsteher-Stellvertreter stellen zu können, wurden schwer enttäuscht. Ihr Stimmenanteil ist letztlich nur geringfügig höher als im Oktober 2015 - sank er doch durch die Briefwahl von 24,94 (Sonntagabend) auf 22,47 Prozent; 2015 waren es 22,10 Prozent.

Das ist weiter Platz 3 für die FPÖ - während es den Grünen im zweiten Anlauf gelungen ist, die SPÖ zu überholen. Letztlich haben sie 35,34 Prozent (ohne Briefwahl 32,24 Prozent) der Wahlberechtigten angekreuzt, 2015 waren es nur 22,15 Prozent. Der SPÖ bleibt mit 28,06 Prozent (ohne Briefwahl 28,83 Prozent) jetzt nur mehr Platz 2 und der Posten des Bezirksvorsteher-Stellvertreters.

Mit der Briefwahl-Auszählung verloren die Roten - die schon durch die Wiederholung sechs der 2015 24 Sitze eingebüßt hatten - noch ein weiteres Mandat. Sie haben nun mehr 17 Sitze im Bezirksparlament. Die Grünen kamen letztlich auf 22 Mandate, das sind um acht mehr als bei der aufgehobenen Wahl. Die FPÖ hat, nachdem sie durch die Briefwahlstimmen eines einbüßte, nach wie vor 14 Mandate.

Die NEOS ziehen mit 5,06 Prozent (und drei Mandaten) in die Bezirksvertretung des 2. Bezirkes ein, ebenso das KPÖ-Piraten-Bündnis "Wien Anders" (ANDAS) mit 2,32 Prozent und einem Mandat.

Quelle: APA

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