Innenpolitik

Leopoldstadt-Wahl: NEOS wollen per Einhorn die ÖVP überholen

Der Karmelitermarkt mausert sich zur politischen Bühne: Nach den Grünen tags zuvor haben am Freitag die NEOS hier ihren Wahlkampf für die Wiederholung der Bezirksvertretungswahl in der Leopoldstadt gestartet. Landessprecherin Beate Meinl-Reisinger gab als Mission aus, "zumindest die ÖVP zu überholen". Entsprechende Zugkraft erhofft man sich nicht zuletzt durch ein Einhorn.

Leopoldstadt-Wahl: NEOS wollen per Einhorn die ÖVP überholen SN/APA/HARALD SCHNEIDER
Meinl-Reisinger ist zuversichtlich.

Dieses Fabelwesen haben die Pinken als Maskottchen für den Stimmenwettbewerb auserkoren. Ganz in Weiß mit knallrosa Horn soll es gewissermaßen symbolisch die reine Politik der NEOS symbolisieren, erläuterte Meinl-Reisinger bei ihrem Auftritt. Sie bekräftigte vor pinken Ballonsträußen ihre Kritik an den beiden Stellvertreterposten des Bezirksvorstehers, die sie am liebsten abschaffen würde: "Das kommt aus der Proporzzeit."

Klar gebe es dringlichere Probleme, aber diese Posten seien ein "Symbol, wie in Wien Politik gemacht wird" - nämlich mit sinnlosen Prestigeämtern, die noch dazu eine Stange Geld kosteten: "Das wird uns nicht weiterbringen." Ein Dorn im Auge ist den NEOS in diesem Zusammenhang freilich das von den Grünen forcierte Match gegen die FPÖ um Platz zwei in der Leopoldstadt und damit um einen Vize-Vorsteher.

Meinl-Reisinger gab das Ziel aus, die zuletzt viertplatzierte ÖVP am 18. September zu überholen. "Denn dieser Blümel-Appendix der FPÖ ist nicht das, was ich mir unter einer bürgerlichen, verantwortungsvollen Politik vorstelle", ließ die NEOS-Frontfrau nicht gerade überbordende Sympathie für ÖVP-Landesparteichef Gernot Blümel erkennen. Die Mission zu erfüllen, dürfte trotzdem nicht ganz leicht werden. Die NEOS schafften im Herbst 2015 5,68 Prozent in der Leopoldstadt und landeten somit auf Platz fünf, die ÖVP kam auf 7,08 Prozent.

Den Plätzetausch soll Spitzenkandidat Christian Moritz schaffen. "Anders als Schwarz-Blau verwandeln wir Wut in Mut", umriss er das pinke Prinzip. Konkret will er den viel diskutierten Brennpunkt Praterstern aus dem "Schmuddeleck" herausholen und mit Bürgerbeteiligung neu gestalten. Die Praterstraße soll außerdem zum "Innovationsboulevard" werden und Förderungen an parteinahe Vereine sollen der Vergangenheit angehören.

Nach dem offiziellen Startschuss am frühen Nachmittag ging der pinke Tross gleich an die Arbeit. Kollektiv brach man zu einer Tour durch den Bezirk auf - freilich mit Einhorn "Poldi" im Schlepptau.

Quelle: APA

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