Innenpolitik

Lukasek soll 2002 für FPÖ und EADS gearbeitet haben

Das Nachrichtenmagazin "Profil" berichtet über neue Details zur Rolle des früheren FPÖ-Kommunikationschefs Kurt Lukasek im Eurofighter-Deal. Der mittlerweile verstorbene Lukasek soll demnach 2002 zeitgleich für die Partei und für den Jet-Anbieter EADS gearbeitet haben.

Details zur Rolle von Lukasek im Eurofighter-Deal.  SN/APA (Archiv)/Guenter R. Artinger
Details zur Rolle von Lukasek im Eurofighter-Deal.

Laut dem Bericht stand Lukasek sehr viel früher mit dem EADS-Lobbyisten Erhard Steininger in Verbindung als bisher angenommen. Das Magazin bezieht sich unter anderem auch auf ein E-Mail, das der damalige FPÖ-Angestellte Ende Juni 2002, also kurz vor der Typenentscheidung, über seinen FPÖ-Mail-Account an Steininger schickte. Darin warnte er EADS, dass die Bundesregierung sich möglicherweise für das Konkurrenzprodukt Gripen entscheiden könnte: "Ich sehe immer noch eine Möglichkeit, diese rein politische (Fehl-)Entscheidung zu drehen", soll Lukasek geschrieben haben, man solle "alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um in der ÖVP einen sinnvollen Meinungsbildungsprozess zu erreichen", wobei er ausdrücklich "Bundeskanzler Wolfgang Schüssel" nannte.

"Profil" und "Standard" berichteten außerdem, dass aus dem Aktenmaterial hervorgeht, dass Lukasek auch maßgeblich in die Strategie zur Beeinflussung des ORF und in das EADS-Sponsoring des SK Rapid Wien involviert war. Angebliche Zahlungen an Lukasek im Zusammenhang mit dem Rapid-Sponsoring waren auch schon Thema im ersten Eurofighter-U-Ausschuss.

Quelle: APA

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