Innenpolitik

Manchmal geht es ganz ohne Arbeitsgruppe

Na bitte, manches funktioniert ja doch wie am Schnürchen in unserer Regierung. Wie auf Seite 10 dieser Zeitung zu lesen ist, wünscht sich der Verteidigungsminister ein Denkmal für die Bundesheersoldaten auf dem Wiener Heldenplatz - und hast du nicht gesehen, nimmt es schon Gestalt an. Am Dienstag wird das Projekt, wenn's wahr ist, durch den Ministerrat gewinkt, und die Kosten von über einer Million stellen kein Hindernis dar. Nichts gegen ein Bundesheerdenkmal - aber würden doch auch andere Dinge so flott erledigt! Und da reden wir gar nicht von der Bildungsreform oder dem Umbau des föderalen Staates, sondern von vergleichsweisen Fingerübungen. Etwa dem Haus der Geschichte, an dem seit vielen Jahren herumgedoktert wird. Oder auch vom Denkmal für die Deserteure aus der NS-Wehrmacht. Dieses wurde zwar mittlerweile errichtet. Aber erst nach jahrelangem Feilschen und Groschenzählen, nach lähmenden Diskussionen und mit einer Summe, mit der man nicht einmal ein Viertel des Bundesheerdenkmals bauen könnte. Für das die Regierung, o Wunder, nicht einmal eine Arbeitsgruppe braucht.

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