Innenpolitik

Mathematik-Zentralmatura: "Schwer, aber schaffbar"

Die Mathematik-Klausuren wurden mit besonderer Spannung erwartet: In keinem anderen Fach wurden bei der Reifeprüfung bisher so viele "Nicht Genügend" verteilt.

Mathematik-Zentralmatura: "Schwer, aber schaffbar" SN/APA/GEORG HOCHMUTH
Mathematik-Zentralmatura stand am Montag auf dem Programm.

Grundsätzlich zufrieden zeigte sich Bundesschulsprecher Lukas Faymann mit den Aufgaben bei der Mathematik-Matura am Montag. "Der erste Teil war jedenfalls fair und schaffbar. Teil zwei war doch einigermaßen schwer - das war aber zu erwarten", so Faymann, der selbst maturierte. Das sei auch der Tenor seiner bisherigen Kontakte mit anderen Schülervertretern gewesen.

"Einige Schüler haben auch gesagt, dass ein paar Beispiele den Übungsaufgaben auf der Bifie-Homepage geähnelt haben - nicht eins zu eins, aber sehr ähnlich", meinte Faymann. Matura mit zwei Teilen Die Mathe-Zentralmatura besteht aus zwei Teilen zu je 24 Punkten. Den ersten Teil bilden 24 sogenannte "Typ-1-Aufgaben", bei denen die Schüler Grundwissen und Grundfertigkeiten "ohne darüber hinausgehende Eigenständigkeit" nachweisen müssen. Die Aufgaben können dabei nur als gelöst (ein Punkt) bzw. nicht gelöst (null Punkte) bewertet werden.

Der zweite Teil besteht aus vier bis sechs umfangreicheren "Typ-2-Aufgaben" (mit je zwei bis sechs Unteraufgaben), bei denen eine "selbstständige Anwendung von Wissen und Können erforderlich ist". Pro Unteraufgabe können dabei null bis zwei Punkte verteilt werden. Für ein "Genügend" müssen im ersten Teil zwei Drittel der Aufgaben richtig gelöst, also 16 Punkte erreicht werden - unabhängig von der Punkteanzahl im zweiten Teil. Ausnahme: Im zweiten Teil können noch extra gekennzeichnete sogenannte "Ausgleichspunkte" gesammelt werden, die für den ersten Teil angerechnet werden. Keine technischen Probleme Von der technischen Seite gab es auch am Start der zweiten Maturawoche keine Probleme: Wie in der vergangenen Woche gingen auch heute, Montag, beim Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) keine Meldungen über fehlende oder unvollständige Angaben ein, wie es gegenüber der APA hieß.

Kritik an ungleichen Voraussetzungen kam von FPÖ-Bildungssprecher Walter Rosenkranz. In machen Schulen sei der Einsatz einer Software erlaubt worden, mittels derer Aufgaben in Geometrie, Algebra, Tabellen, Statistik und Analysis, die in den Bereich der 5. bis 8. Klasse der Sekundarstufe II fallen, bearbeitet werden können. Eine genaue Vorgabe, welche Programme bzw. Hilfsmittel verwendet werden können, gibt es allerdings nicht: Verwendet werden dürfen "alle aus dem Unterricht gewohnten technologischen Hilfsmittel" - das können je nach Schule durchaus andere sein.

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