Innenpolitik

Ministerium plant keine Fusion bei Pädagogischen Hochschulen

Das Bildungsministerium dementiert Pläne zur Fusion von Pädagogischen Hochschulen (PH). Laut einem Bericht des "Kurier" (Freitag-Ausgabe) sollen die PH größtenteils entlang der derzeitigen vier Verbünde für die neue Lehrerausbildung zusammengefasst werden. Geplant sei lediglich wie im Vorjahr angekündigt eine Reform in Richtung Autonomie der PH, hieß es aus dem Ministerium gegenüber der APA.

Derzeit gibt es neun öffentliche PH (eine in jedem Bundesland außer dem Burgenland bzw. zwei in Wien) und fünf private (Burgenland, Diözese Graz/Seckau, Diözese Innsbruck - Edith Stein, Diözese Linz, Erzdiözese Wien). Für die neue Lehrerausbildung haben sie sich mit Unis zu vier Entwicklungsverbünden zusammengeschlossen.

Im Verbund Nord-Ost kooperieren dabei derzeit die PH Wien, die PH Niederösterreich, die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien, die PH der Erzdiözese Wien sowie die Uni Wien. Im Verbund Mitte haben sich die PH Oberösterreich, die PH Salzburg, die PH der Erzdiözese Linz, die PH Edith Stein der Diözese Innsbruck sowie die Unis Linz und Salzburg, die Kunstuni Linz und das Mozarteum zusammengeschlossen. Im Südosten kooperieren die PH Steiermark, die PH Kärnten, die PH der Erzdiözese Graz, die Private PH Burgenland, die drei Grazer Unis sowie die Uni Klagenfurt und im Westen die PHs Tirol und Vorarlberg sowie die Uni Innsbruck und die (auch im Verbund Mitte vertretenen) PH der Erzdiözese Innsbruck Edith Stein und Mozarteum.

Ziel dieser Kooperationen sei, dass in allen Verbünden das gesamte Spektrum der Lehrerausbildung vertreten ist, hieß es aus dem Ministerium. Darüber hinaus sei kein weiterer Zusammenschluss geplant.

Sehr wohl komme aber die im Vorjahr angekündigte Autonomie für die PH. Diese sind derzeit Dienststellen des Bildungsministeriums und sollen künftig vollrechtsfähig werden. Die Umstellung auf ein neues Organisationsrecht soll dabei in Etappen erfolgen: Bis Anfang 2018 soll in einem ersten Schritt ein Hochschulentwicklungsplan erarbeitet werden. Für die Periode 2019 bis 2021 werden neue Hochschulräte bestellt, ab der Periode 2022 bis 2024 sollen die PH mit dem Amtsantritt neuer Rektoren vollrechtsfähig sein.

Quelle: APA

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