Innenpolitik

Nach NÖ GR-Wahlen: Neuerlicher Urnengang in Schwarzau nötig

Nach den Gemeinderatswahlen vom 26. Jänner wird in Schwarzau am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) ein erneuter Urnengang nötig. Die zehn Abgeordneten der SPÖ legten ihre Mandate zurück, die Ersatzkandidaten verzichteten auf die frei werdenden Sitze im Gemeinderat. Der Aktion war die überraschende Bürgermeister-Kür einer ÖVP-Politikerin vorausgegangen.

Das Vorgehen zieht eine Neuwahl nach sich SN/APA (Archiv)/HELMUT FOHRINGER
Das Vorgehen zieht eine Neuwahl nach sich

Die Wiederwahl von SPÖ-Spitzenkandidat Günter Wolf zum Bürgermeister schien nach dem Urnengang auf kommunaler Ebene nur noch Formsache zu sein. Die Sozialdemokraten erreichten am 26. Jänner mit zehn von 19 Mandaten die absolute Mehrheit an Abgeordnetensitzen. Bei der konstituierenden Sitzung erhielt dann aber ÖVP-Kandidatin Evelyn Artner zehn Stimmen. Sie vereinte damit die Stimmen der acht Mandatare ihrer Partei, jene des einzigen FPÖ-Abgeordneten im Gemeinderat sowie offensichtlich eine aus den Reihen der SPÖ.

"Ich hoffe, dass dem Mandatar, der umgefallen ist, nunmehr bewusst ist, welchen Schaden er angerichtet hat, der Demokratie, aber auch einem vom Volk eindeutig gewählten Bürgermeister", wurde NÖ GVV-Präsident Rupert Dworak, gleichzeitig SPÖ-Bezirksparteivorsitzender, zitiert. Das nunmehrige Vorgehen der sozialdemokratischen Mandatare und Ersatzkandidaten ziehe gemäß NÖ Gemeindeordnung eine Neuwahl nach sich. Festzulegen sei diese durch die NÖ Landesregierung.

Beim erneuten Urnengang wird Wolf nicht mehr an vorderster Front für die SPÖ ins Rennen gehen. Der bisherige Vizebürgermeister Klaus Hofer wurde einstimmig zum Spitzenkandidaten designiert.

Quelle: APA

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