Innenpolitik

NEOS kandidieren bei NÖ-Wahl landesweit

Die NEOS haben die nötigen Unterstützungserklärungen gesammelt und werden bei der niederösterreichischen Landtagswahl am 28. Jänner 2018 landesweit kandidieren. Als Themenschwerpunkte nannte Spitzenkandidatin Indra Collini am Donnerstag Nachhaltigkeit, etwa auch im Hinblick auf Schulden, sowie Freiheit und Kontrolle. Das Wahlkampfbudget der NEOS beträgt 400.000 Euro.

Collini will mit NEOS in den Landtag SN/APA/NEOS NIEDERÖSTERREICH
Collini will mit NEOS in den Landtag

50 Unterschriften in jedem der 20 Wahlkreise waren für ein landesweites Antreten notwendig. "Wir haben es geschafft", freute sich Collini. Es werde am 28. Jänner nun in ganz Niederösterreich "eine echte, moderne Alternative zu den alteingesessenen Parteien" am Stimmzettel geben. Insgesamt wurden - u.a. auch in Begleitung von Notaren - 1.343 Unterstützungserklärungen gesammelt. Das sei "keine leichte Aufgabe", sondern eine "große Hürde" gewesen, sagte die NEOS-Listenerste in St. Pölten.

"Wir wollen ein Land frei von Abhängigkeiten, Packelei und Schulden", so Collini. Es gebe in Niederösterreich ein "dicht gewobenes Netz von Abhängigkeiten", dieses wollen die NEOS aufbrechen. "Der Schuldenrucksack wird Jahr für Jahr größer und schwerer", erklärte die Spitzenkandidatin, die Schulden des Landes "rauben unseren Kindern die Zukunft". Sie sprach sich zudem klar für die Abschaffung des Proporzes aus.

Als Wahlziele haben sich die NEOS den Einzug in den Landtag sowie das Brechen der absoluten Mehrheit der ÖVP gesetzt. "In diesem Land gibt es keine Opposition und keine echte Kontrolle", erklärte Collini. Ihre Rolle sehen die NEOS als Kontrollpartei und Reformmotor - unter dem Motto "Packelei und Willkür raus, Kontrolle rein in den Landtag".

35 Kandidaten finden sich auf der Landesliste, die am Donnerstag eingereicht werde. Hinter Collini aus Brunn am Gebirge (Bezirk Mödling) folgt auf Platz zwei Helmut Hofer aus Baden, vor Edith Kollermann aus Breitenfurt (Bezirk Mödling) und dem Junos-Landesvorsitzenden Patrick Skalitzky aus Perchtoldsdorf (Bezirk Mödling). Die Liste war nach einem dreistufigen Vorwahlprozess bereits im Juni fixiert worden. Plakate sollen ab dem 28. Dezember aufgehängt werden. Der NEOS-Wahlkampfauftakt ist für den 9. Jänner geplant.

Quelle: APA

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