Innenpolitik

Neue haben es schwer

Johanna Mikl-Leitner wird an ihrem Vorgänger gemessen werden. Eine enorme Hypothek. Denn auch ihr wird nicht erspart bleiben, was schon viele vor ihr erlebt haben: Die erste Wahl geht oft schief.

Johanna Mikl-Leitner wird die Nachfolgerin von Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll.  SN/APA/HELMUT FOHRINGER
Johanna Mikl-Leitner wird die Nachfolgerin von Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll.

Die designierte Landeshauptfrau von Niederösterreich, Johanna Mikl-Leitner, wird einen langen Atem brauchen - und die erfolgsverwöhnte Landes-ÖVP jede Menge Geduld. Das zeigt ein Blick in die jüngere Geschichte: Wäre es nach ihrer jeweils ersten Wahl gegangen, dann hätten Erwin Pröll und Michael Häupl bald nach ihrem Amts antritt wieder einpacken können. Denn sowohl der damals neue niederösterreichische Landeshauptmann als auch der ebenso neue Wiener Bürgermeister fuhren in den 1990er-Jahren, als sie sich erstmals den Wählern stellten, herbe Niederlagen ein. In beiden Fällen mussten die Neulinge im Amt den Verlust der absoluten Mehrheit verantworten. Und das im schwarzen Niederösterreich. Und im roten Wien. Kein guter Start. Und eine Hypothek auch für Mikl-Leitner, die kommendes Jahr die längst wiedergewonnene Absolute Erwin Prölls verteidigen muss.

Weiterlesen wenn Sie mehr wissen wollen

7 Tage lang kostenlos und unverbindlich.

Ihr 7-Tage-Test ist bereits abgelaufen. Lesen Sie jetzt weitere 30 Tage kostenlos.

Mehr Infos

Sie sind bereits Digitalabonnent?

Aufgerufen am 20.11.2018 um 10:48 auf https://www.sn.at/politik/innenpolitik/neue-haben-es-schwer-516679