Innenpolitik

Neue Krisen-Verordnung: Welche Regeln ab Montag gelten

Der Coronaherbst beginnt mit neuen Einschränkungen. Um "Coronapartys" zu verhindern, werden größere Feiern in Gaststätten und Vereinslokalen verboten. Die Maske muss öfter getragen werden. Ein Überblick.

Auch auf Märkten herrscht wieder Maskenpflicht. SN/APA/GEORG HOCHMUTH
Auch auf Märkten herrscht wieder Maskenpflicht.

Die neuerliche Ausbreitung des Coronavirus, die von allen Experten für den Herbst erwartet worden war, traf Österreich früher als erwartet. Die am Donnerstag verkündeten neuen Verschärfungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie liegen seit Freitag in Verordnungsform vor. Sie gelten ab Montag und bringen unter anderem eine Maskenpflicht auf Märkten, in Einkaufszentren und bei Publikumsmessen. Das Schlupfloch in der Nachtgastronomie über geschlossene Gesellschaften fällt.

  • Maskenpflicht: Der Mund-Nasen-Schutz muss ab Montag häufiger getragen werden: In der Gastronomie gilt Maskenpflicht ab Montag neben dem Servicepersonal auch für Gäste, wenn sie nicht sitzen, also am Weg zum Tisch oder WC sind. Die Maske ist künftig auch wieder auf Märkten im Freien zu tragen. Selbiges gilt in den Einkaufszentren auch zwischen den Geschäften sowie bei Fach- und Publikumsmessen. Vor einer Woche war das Tragen von Nasen-Mundschutz bereits ausgedehnt worden. Die Maskenpflicht gilt seither bundesweit im gesamten Handel und bei jeglicher Form des Kundenkontakts, sofern nicht eine andere Schutzeinrichtung vorhanden ist. Zuvor galt die NMS-Pflicht nur im Lebensmittelhandel, in Apotheken, Banken, Tankstellen und den Öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Gastronomie: In der Gastronomie dürfen nur noch zehn Personen gemeinsam als Gruppe Platz nehmen, plus Kinder. Der Kunde hat - wie bereits angekündigt - in der Lokalität einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, ausgenommen, er sitzt am Tisch. In der Gastronomie wird die Maskenpflicht auf die Gäste ausgeweitet, solange sie nicht an ihren Plätzen sitzen. Die Sperrstunde wird generell auf 1.00 Uhr festgelegt, Barbetrieb ist nicht erlaubt. Essen und Trinken ist nur mehr im Sitzen erlaubt sein - und zwar an "Verabreichungsplätzen".
  • Veranstaltungen: Indoor-Veranstaltungen ohne gekennzeichnete Plätze sind für nur noch zehn Personen gestattet. Bisher lag der Höchstwert bei 50. Plant wer ein Event mit mehr als 250 Personen an Publikum, bedarf es einer Bewilligung durch die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde. Zudem hat der Organisator bei Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen in geschlossenen Räumen und über 100 Menschen im Freien einen Covid-Beauftragten zu bestellen und ein Präventionskonzept auszuarbeiten und umzusetzen.
  • Ausnahmen: Von den Restriktionen, wie sie beispielsweise künftig bei Hochzeitsfeiern gelten, wo nur zehn Personen erlaubt wären, sind Begräbnisse ausgenommen. Für diese Trauerfeiern gilt laut Verordnung eine Höchstzahl von 500 Personen.

Immerhin eine Erleichterung versteckt sich in der jüngsten Verordnung. Bei Bekanntwerden einer Corona-Infektion bei einem Sportler, Betreuer oder Trainer waren bisher in den folgenden 14 Tagen nach Bekanntwerden der Infektion vor jedem Wettkampf alle Beteiligten einer molekularbiologischen Testung auf das Vorliegen des Virus zu unterziehen. Diese Frist wird auf zehn Tage reduziert.

Seinen Namen Lockerungsverordnung hat das Paragrafenwerk dennoch verloren. Neuerdings heißt es "COVID-19-Maßnahmenverordnung". In Kraft treten wird diese mit Montag.

Quelle: APA

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