Neue Liebe zu alten Geheimdiensten

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Standpunkt Manfred Perterer

Geheimdienste und Staatspolizisten waren kritischen Geistern von Natur aus immer suspekt. Sie sahen in den Schlapphüten zumeist Spione gegen unbescholtene Bürger und nicht gegen feindliche ausländische Kräfte.

Das hat sich mit dem Antreten von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) geändert. Plötzlich ist der angeborene Argwohn gegen den Polizeiapparat der Sorge um die freie Arbeit der österreichischen Sicherheitsbeamten gewichen. SPÖ-Politiker haben öffentlich Angst um schwarze Polizisten, die in den vergangenen 18 Jahren unter ÖVP-Führung im Innenministerium Karriere gemacht haben. Was immer beim Untersuchungsausschuss herauskommt: Kickl ist nicht von Haus aus böse, die vom BVT-Skandal betroffenen Polizisten sind nicht von Haus aus gut. Wir sollten zuerst einmal wissen, was Sache ist.

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