Innenpolitik

Neues Mahnmal für Deportationsopfer in Wien präsentiert

Dort, wo der Massenmord an Tausenden Wienern seinen Ausgang genommen hat, entsteht demnächst ein neues Denkmal - am Gelände des einstigen Aspangbahnhofs.

Neues Mahnmal für Deportationsopfer in Wien präsentiert SN/APA/HERBERT PFARRHOFER
Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, die Künstler PRINZpod und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny anl.der Präsentation des Siegerentwurfs für Mahnmal "Opfer der Deportierten" am Donnerstag, 10. November 2016, am Platz der Opfer der Deportaion in Wien.

Zu Wochenbeginn wurde das Siegerprojekt durch eine von der Gesellschaft KÖR (Kunst im öffentlichen Raum) eingesetzte Jury gekürt. Nun wurde der Entwurf öffentlich präsentiert. Er sieht Gleise vor, die in einem dunklen Betonblock münden.

Das im Original rund 30 Meter lange Mahnmal soll bis zum Sommer 2017 entstehen. Heute wurde von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) ein Modell vorgestellt. Der Siegerentwurf stammt von Prinzgau/Podgorschek. Das Konzept stelle auf sehr direkte Weise die Reise ins Ungewisse bzw. in den Tod dar, befand die Jury.

Der - nicht mehr existierende - Aspangbahnhof im Bezirk Landstraße war Ausgangspunkt für Deportationen in Ghettos bzw. Konzentrationslager. Zwischen 1939 und 1942 wurden rund 47.000 Menschen - meist Wiener jüdischen Glaubens - von dort abtransportiert. Nur rund 1.000 von ihnen überlebten die Vernichtungsmaschinerie der Nationalsozialisten.

Quelle: APA

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