Innenpolitik

Nicht alle Rekruten müssen länger bleiben

Regierung will bis zu 3200 Soldaten für den Coronaeinsatz.

Derzeit helfen die Soldaten vor allem in den Lebensmittellagern. SN/apa
Derzeit helfen die Soldaten vor allem in den Lebensmittellagern.

Die wegen der Coronakrise angekündigte Verlängerung des Grundwehrdienstes trifft nicht alle Rekruten gleich. Wie berichtet, werden jene Präsenzdiener, die Anfang Oktober des Vorjahres eingerückt sind und Ende März abrüsten sollten, dazu verpflichtet, zwei Monate länger beim Bundesheer zu dienen. Jene Burschen, die Anfang November 2019 eingerückt sind, werden hingegen wie geplant Ende April abrüsten dürfen.

Der Grund liegt darin, dass der November traditionell ein "kleiner" Einrückungstermin mit nur 300 bis 400 Rekruten ist. Der Oktober ist hingegen ein "großer" Einrückungstermin mit 2000 Rekruten. Sie haben großteils eine militärische Ausbildung durchlaufen und können im April und Mai die personellen Engpässe des Bundesheeres abdecken, ehe dann im Juni die Teilmobilisierung der Miliz stattfindet.

Das Bundesheer hilft den Supermarktketten beim Transport und der Verteilung der Waren. Auch ein Assistenzeinsatz für die Polizei ist geplant, etwa bei der Überwachung von Quarantänegebieten. In Summe möchte die Regierung bis zu 3200 Soldaten für den Coronaeinsatz aufbieten. Die zusätzliche Mobilisierung ist notwendig, weil derzeit schon 850 Soldaten im Grenzeinsatz und rund 1000 Soldaten im Auslandseinsatz stehen.

Aufgerufen am 17.01.2021 um 05:09 auf https://www.sn.at/politik/innenpolitik/nicht-alle-rekruten-muessen-laenger-bleiben-84998311

Kommentare

Schlagzeilen