Innenpolitik

NR- und Vorarlberg-Wahl: Wahlkarten können beantragt werden

Wahlberechtigte, die am 29. September nicht in "ihr" Wahllokal gehen können, aber über die Zusammensetzung des neuen Nationalrats mitbestimmen wollen, müssen sich eine Wahlkarte besorgen. Dazu ist ein Antrag bei der Gemeinde nötig, in deren Wählerverzeichnis man steht. Vorarlberger können gleich zwei Formulare ausfüllen - nämlich auch eines für die Landtagswahl am 13. Oktober.

Anträge muss man schriftlich, mündlich, per Fax oder online (z.B. auf http">www.oesterreich.gv.at">http://www.oesterreich.gv.at oder über Gemeinde-Homepages) an die Gemeinde richten, in deren Wählerevidenz man steht. Auf die Wahlunterlagen muss man allerdings in beiden Fällen noch etwas warten - bis die Stimmzettel fertig und den Gemeinden zur Auslieferung zugestellt sind. Die Wahlkarten für die Nationalratswahl werden ab Anfang September versendet, die für die Vorarlberg-Wahl in der zweiten Septemberwoche.

Wahlkarten brauchen alle Wahlberechtigten, die am Wahlsonntag verreist sind, aus gesundheitlichen Gründen nicht ins "eigene" Wahllokal kommen oder im Ausland leben. Beantragt werden können sie in beiden Fällen schriftlich bis Dienstag vor der Wahl und mündlich (bzw. bei persönlicher Mitnahme durch einen Bevollmächtigten auch schriftlich) bis 12 Uhr am Freitag vor der Wahl.

Verwendet werden können die Wahlkarten für die "klassische" Briefwahl am Postweg - und ebenfalls als "Briefwahl", indem man sie ausgefüllt und zugeklebt einem "Boten" in ein beliebiges Wahllokal mitgibt oder selbst dort abgibt - bzw. schon vor dem Wahltag zur (aufgedruckten) Bezirkswahlbehörde bringt oder bringen lässt. Will man sie wie früher als "Wahlkartenwähler" verwenden, darf man sie nicht ausfüllen - sondern muss sie in einem "fremden" Wahllokal gegen einen Stimmzettel austauschen, diesen in der Wahlzelle ausfüllen und in die Urne werfen.

Welchen Weg man wählt macht einen Unterschied in der Auszählung. Bei der Nationalratswahl ist im Sonntag verkündeten vorläufigen Ergebnis nur geringer Teil der Wahlkarten (die im eigenen Regionalwahlkreis abgegeben) enthalten. Der Rest wird in zwei Etappen ausgezählt: Die "klassische" Briefwahl am Montag - und erst am Donnerstag wird der (geringere) Teil an Wahlkarten und Briefwahlstimmen ausgewertet, die am Sonntag in "fremden" Wahlkreisen abgegeben wurden.

In Vorarlberg wird die "klassischee" Briefwahl schon am Sonntag von den Gemeindewahlbehörden ausgewertet - und am Dienstag drauf die am 13. Oktober in Wahllokalen abgegebenen Briefwahlstimmen bzw. Wahlkarten aus "fremden" Wahlbezirken.

Quelle: APA

Aufgerufen am 17.10.2019 um 02:21 auf https://www.sn.at/politik/innenpolitik/nr-und-vorarlberg-wahl-wahlkarten-koennen-beantragt-werden-75282484

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