Innenpolitik

Oberhauser: E-Medikation erst, wenn Software funktioniert

Eine Verordnung zur österreichweiten Einführung der E-Medikation wird es erst dann geben, wenn die Applikation der Sozialversicherung bei 80 Prozent der Hersteller von Ordinationssoftware funktioniert. Das hat Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) am Freitag im "Kurier" erklärt. Für die Ärzte zeigte sie in dem Konflikt Verständnis, Kritik übte sie an der Ärztekammer.

Oberhauser: E-Medikation erst, wenn Software funktioniert SN/APA/HARALD SCHNEIDER
Oberhauser hat Verständnis für die Ärzte, aber nicht die Kammer.

"Lieber ein bisschen länger testen, damit die Software funktioniert und die Datensicherheit gegeben ist, als sich an einen fixen Zeitpunkt zu halten", so Oberhausers Standpunkt. Man habe nun einen Fragebogen an die Softwareanbieter geschickt, in dem sie garantieren sollen, dass das System funktioniere. Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger, von dessen Tochterunternehmen SVC die in die elektronischen Ordinationsabläufe einzubauende Applikation stammt, hatte mit dem Rollout schon im ersten Quartal 2017 beginnen wollen.

Beim kürzlich aufgekündigten Probelauf im steirischen Bezirk Deutschlandsberg habe es eine "unglückliche Kommunikationskultur" gegeben, so Oberhauser. Der Hauptverband habe den Ärzten vorsintflutliches Arbeiten vorgeworfen, was deren - teilweisen - Ausstieg auslöste. Dies habe aber auch "mit einem derzeit generellen Veto der Ärztekammer bei allem, was sich im Gesundheitswesen irgendwie verändert", zu tun.

Quelle: APA

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