Innenpolitik

Österreich als türkische Wahlkampfarena

Jene Organisation, die den Auftritt des türkischen Premiers Erdoğan 2014 in Wien in die Wege leitete, würde das auch jetzt gern wieder tun. Verbote würden nur einen Keil in die Gesellschaft treiben, heißt es. Warum?

Kurz und Erdogan gerieten mehrmals aneinander: Etwa 2014, als Kurz Erdogan mitteilte, dass Wahlkampfauftritt in Wien unerwünscht seien. SN/APA/DRAGAN TATIC
Kurz und Erdogan gerieten mehrmals aneinander: Etwa 2014, als Kurz Erdogan mitteilte, dass Wahlkampfauftritt in Wien unerwünscht seien.

Wie ein Popstar wurde der türkische Premier Recep Tayyip Erdoğan 2014 in Wien empfangen. Tausende türkische Fahnen schwenkten seine Fans vor und außerhalb jener Wiener Eishalle, wo der große Auftritt stattfand. Und der enttäuschte die rund 14.000 Anhänger nicht, die ihm zu Ehren gekommen waren: "Als Volk waren wir immer stolz auf euch", rief er "seinen Landsleuten" zu und appellierte an ihren Nationalstolz: "Lernt Deutsch, werdet Teil der österreichischen Gesellschaft, aber bleibt Türken im Herzen." Die Menge jubelte. Und viele der Austrotürken, die in der Türkei wahlberechtigt waren, wählten Erdoğan.

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