Innenpolitik

Österreich ist laut OECD-Studie Land der Berufsbildung

Österreich ist ein Land der Berufs(aus)bildung. Sieben von zehn Schülern in der Sekundarstufe II sind demnach in einem Berufsausbildungs- bzw. Berufsbildungsprogramm (Lehre bzw. berufsbildende mittlere und höhere Schule/BMHS). Das ist nach Tschechien (73 Prozent) ex aequo mit Finnland der zweithöchste Wert in der OECD. Der Schnitt liegt bei 44 Prozent, zeigt die Studie "Bildung auf einen Blick".

37 Prozent besuchen in Österreich in der Sekundarstufe II demnach eine berufsbildende Schule (OECD: 31 Prozent), 33 Prozent machen eine Lehre (OECD: 13 Prozent). Die restlichen 30 Prozent (OECD: 56 Prozent) absolvieren einen allgemeinbildenden Studiengang (AHS-Oberstufe).

Wer als höchste Ausbildung lediglich einen Sekundarabschluss anstrebt, sollte dies im berufsbildenden Bereich tun: Während 7,7 Prozent der 25- bis 34-jährigen AHS-Maturanten arbeitslos waren, sind es nur 5,7 Prozent der Absolventen einer Lehre bzw. einer berufsbildenden Schule (wobei BHS-Absolventen von der OECD allerdings als Hochschulabsolventen gezählt werden, Anm.). Diese Differenz von zwei Prozentpunkten ist wesentlich höher als im OECD-Schnitt (0,8 Prozent).

Österreich lässt sich die Berufsausbildung auch einiges kosten: Pro Schüler gerechnet, wird für Lehre und berufsbildende Schulen (16.554 US-Dollar; kaufkraftbereinigt) mehr ausgegeben als für AHS-Oberstufen (13.260 Dollar). Die Differenz zwischen diesen beiden Werten (20 Prozent des Werts für berufsbildende bzw. Berufsschulen) ist wesentlich höher als im OECD-Vergleich (neun Prozent).

Quelle: APA

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