Innenpolitik

Österreich meldete 2019 0,7 Prozent Budgetüberschuss

Österreich hat für das Jahr 2019 der europäischen Statistikbehörde Eurostat einen Budgetüberschuss von 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gemeldet. Das geht aus den Daten hervor, die Eurostat am Mittwoch bekannt gab. Der österreichische Überschuss im Jahr 2018 hatte noch 0,2 Prozent betragen.

Im vergangenen Jahr, vor Ausbruch der Coronakrise, hatten 16 Staaten der Europäischen Union einen Budgetüberschuss verzeichnet. An erster Stelle stand dabei Dänemark mit 3,7 Prozent - wobei Eurostat deutliche Vorbehalte bezüglich der Qualität und Vollständigkeit der dänischen Daten äußerte. An zweiter Stelle stand Luxemburg mit 2,2 Prozent. Österreich war das achte Land in der Reihe, hinter Deutschland (1,4 Prozent) und vor Malta, Slowenien und Schweden (je 0,5 Prozent).

Zwei Länder, Frankreich und Rumänien, lagen hingegen bei oder über dem in den Maastricht-Kriterien erlaubten Defizit von drei Prozent, nämlich bei -3,0 bzw. -4,3 Prozent. In Elf EU-Ländern lag die Quote der Staatsverschuldung über den in den Maastricht-Kriterien genannten 60 Prozent des BIP; bei Österreich waren es 70,4 Prozent, was gegenüber 2018 um 3,6 Prozentpunkte weniger bedeutete.

In den 27 EU-Ländern lag die Schuldenquote Ende 2019 insgesamt bei 77,8 Prozent (-1,8 Prozentpunkte gegenüber 2018), in den 19 Euroländern bei 84,1 Prozent (-1,7 Prozentpunkte). Spitzenreiter bei der Staatsverschuldung waren Griechenland (176,6 Prozent), Italien (134,8 Prozent) und Portugal (117,7 Prozent).

Das öffentliche Defizit stieg im Euroraum von 0,5 Prozent im Jahr 2018 auf 0,6 Prozent, bei den EU27 von 0,4 Prozent auf 0,6 Prozent. Gleichzeitig verringerte sich der öffentliche Schuldenstand im Euroraum von 85,8 Prozent auf 84,1 Prozent und in der Gesamt-EU (27 Staaten ohne Großbritannien) von 79,6 Prozent auf 77,8 Prozent.

Quelle: APA

Aufgerufen am 05.12.2020 um 01:15 auf https://www.sn.at/politik/innenpolitik/oesterreich-meldete-2019-0-7-prozent-budgetueberschuss-86585113

Schlagzeilen