Innenpolitik

Österreicher sehen U-Ausschuss gespalten

Den am Mittwoch mit den Befragungen startenden Untersuchungsausschuss zu mutmaßlicher Korruption durch ÖVP-Vertreter sehen die Österreicher gespalten. Wie aus dem "Österreich-Trend" des Hajek-Instituts für die APA und ATV hervorgeht halten jeweils 43 Prozent der Befragten den U-Ausschuss für "ein wichtiges Aufklärungsinstrument" bzw. für ein "reines Politspektakel". Für die Impfpflicht findet sich noch eine knappe Mehrheit.

Am Mittwoch startet der ÖVP-Korruptions-U-Ausschuss SN/APA/Archiv/MICHAEL GRUBER
Am Mittwoch startet der ÖVP-Korruptions-U-Ausschuss

Das Institut Public Opinion Strategies von Peter Hajek hat für diese Umfrage für ATV und die APA zwischen 21. und 24. Februar 800 Personen telefonisch und online befragt. Die maximale Schwankungsbreite liegt bei +/- 3,5 Prozent.

Dass die ÖVP-Wähler zu 62 Prozent im U-Ausschuss ein Polit-Spektakel sehen, ist nicht wirklich überraschend. Auf der anderen Seite des Spektrums halten 65 Prozent der SPÖ-Wähler den U-Ausschuss für ein wichtiges Aufklärungsinstrument. Auch unter den Grün- (59 Prozent) und FPÖ-Wählern (53 Prozent) wird der Ausschuss überwiegend positiv gesehen, während sich bei den NEOS-Wählern die Einschätzung mit je 45 Prozent die Waage hält.

Für die Impfpflicht wünschen 29 Prozent flächendeckende Kontrollen mit Geldstrafen und weitere 14 Prozent Stichprobenkontrollen mit Geldstrafen. Sieben Prozent wollen Stichprobenkontrollen ohne Strafen und 44 wünschen sich, dass die Impfpflicht "gar nicht" kommt. "Noch findet sich eine knappe Mehrheit für die Impfpflicht, jedoch hat sich die Stimmung in den letzten Wochen insofern verändert, dass die Gegnerschaft zur Impfpflicht zugenommen hat", kommentierte Hajek die Ergebnisse gegenüber der APA. Wenig überraschend ist, dass 89 Prozent der FPÖ-Wähler die Impfpflicht gar nicht wollen. Alle anderen wollen sie mehrheitlich mit Strafen und darunter ist eine Mehrheit für flächendeckende Kontrollen mit Geldstrafen.

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