Innenpolitik

ÖVP investierte 4,3 Mio. Euro in Khol-Wahlkampf

Die ÖVP hat 4,3 Mio. Euro in die verlorene Bundespräsidentenwahl investiert. Damit ist die Volkspartei bei den bisher bekannten Wahlkampfbudgets Spitzenreiter und liegt deutlich vor der SPÖ. Noch ausständig sind allerdings die Abrechnungen der beiden Stichwahl-Kandidaten Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer. Sie müssen ihre Einnahmen bis 4. März dem Rechnungshof vorlegen.

Khols Wahlkampf kostete 9,3 Euro pro Wählerstimme.  SN/APA/HARALD SCHNEIDER
Khols Wahlkampf kostete 9,3 Euro pro Wählerstimme.

Wie aus den vom Rechnungshof veröffentlichten Einnahmenlisten der Kandidaten hervorgeht (http://go.apa.at/4vfJl0HI), hatte ÖVP-Mann Andreas Khol im Wahlkampf 4,4 Mio. Euro zur Verfügung. Davon kamen 4,3 Mio. Euro von der Partei, der Rest von privaten Spendern - darunter die Innsbrucker Firma Alpine Walter (10.000) und der Wiener Rechtsanwalt Rudolf Gürtler (20.000 Euro).

Auch Hundstorfers Budget von 3,4 Mio. Euro kam großteils von der Partei (3,0 Mio. Euro) und den sozialdemokratischen Gewerkschaftern (0,35 Mio. Euro). An Privatspenden hat der SP-Kandidat nur knapp über 70.000 Euro in der Bilanz stehen - davon 45.400 Euro von Michael Havel, Chef der Laborgruppe Lifebrain, und 7.300 Euro von der Bäckerei Mann.

Mit deutlich weniger Budget musste Irmgard Griss auskommen, die ohne Partei im Hintergrund antrat. Ihre Einnahmenbilanz wurde am Montag als letzte der drei Kandidaten veröffentlicht und summiert sich auf 931.447,86 Euro. Größte Spender waren die Grazer Anwältin Cattina Leitner (100.000 Euro) und der steirische Wurstfabrikant Ferdinand Sorger Senior (50.000 Euro).

Beim effizienten Mitteleinsatz hatte Griss allerdings die Nase vorne: Die frühere Höchstrichterin kam im ersten Wahlgang am 24. April auf 810.641 Stimmen - womit ihr Wahlkampf etwa 1,1 Euro pro Stimme kostete. Bei Hundstorfer (482.790 Stimmen) warne es 7,1 Euro, bei Khol (475.767 Stimmen) gar 9,3 Euro je Wählerstimme.

Keine Einnahmenbilanz abgegeben hat Richard Lugner, der von vornherein als chancenlos gegolten hatte und mit 96.783 Stimmen klar letzter wurde. Noch ausständig ist die Schlussbilanz der beiden Stichwahlkandidaten Van der Bellen und Hofer - sie haben noch bis 4. März Zeit, ihre Einnahmen dem Rechnungshof zu melden. Die Meldefrist beträgt drei Monate nach dem letzten Wahlgang im Dezember.

Quelle: APA

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