Innenpolitik

Pensionssplitting im Steigen, aber 2019 erst 583 Fälle

Das Pensionssplitting wird zwar zunehmend besser genutzt, aber mit 583 Fällen war das Interesse 2019 immer noch recht bescheiden - bedenkt man, dass aktuell mehr als 110.000 Eltern Karenzgeld beziehen. Immerhin geht die Tendenz deutlich hinauf: 2017 splitteten erst 289 Paare, 2018 411, und auf 2019 waren es noch einmal 40 Prozent mehr.

Mehr als die Hälfte der 1.876 bisher insgesamt beantragten und durchgeführten Splittings entfällt damit auf die vergangenen beiden Jahre, gab die Pensionsversicherungsanstalt am Mittwoch bekannt.

Von der Möglichkeit, mit einer Übertragung von bis zu 50 Prozent der Pensions-Jahresgutschrift den Schaden für den kinderbetreuenden Elternteil nicht allzu groß werden zu lassen, profitieren vorwiegend die Frauen. In 560 Fällen haben im Vorjahr Männer ihren Frauen Anteile der zukünftigen Pension übertragen, in nur 23 Fällen war es umgekehrt.

Nach wie vor ist in Österreich die Kluft zwischen der Pension von Frauen und Männern sehr hoch. Das könnte man mit dem Pensionssplitting etwas mildern. Und "gleichzeitig gilt es, weiter auf die Auswirkung von Teilzeitarbeit auf die spätere Pension aufmerksam zu machen. Denn mittlerweile zählt für die Pension jeder Monat", betonte PVA-Generaldirektor Winfried Pinggera in der Aussendung.

Quelle: APA

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