Innenpolitik

Pensionssplitting wird weiter kaum genutzt

Das Pensionssplitting ist nach wie vor kein Renner: Wie eine Anfragebeantwortung von Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) an NEOS-Mandatar Gerald Loacker zeigt, verzeichnete die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) zwischen 2010 und 2017 gerade einmal 850 Fälle. Für die NEOS ist das Modell eine "völlige Fehlkonstruktion", sie pochen auf ein automatisches Pensionssplitting.

Das Prinzip des Pensionssplittings, das 2005 eingeführt wurde, sieht vor, dass während der Kinderkarenz Pensionsbeiträge zwischen den beiden Elternteilen aufgesplittet werden können. Damit soll verhindert werden, dass derjenige Partner, der zu Hause bleibt, bei der Pensionsberechnung Nachteile erleidet. Konkret kann man (nach einer Ausweitung der Regelung ab 2017) für die ersten sieben Jahre bis zu 50 Prozent der Teilgutschrift auf das Pensionskonto jenes Elternteils übertragen lassen, der sich der Kindererziehung widmet. Den Antrag dazu kann man auch noch nachträglich bis zum zehnten Geburtstag des Kindes stellen.

Bei der PVA wurde das Pensionssplitting von 2010 bis 2017 insgesamt 850 Mal in Anspruch genommen. 55 Fälle gab es in Wien, 240 in Niederösterreich, elf im Burgenland, 107 in Oberösterreich, 111 in der Steiermark, 16 in Kärnten, 62 in Salzburg, 143 in Tirol und 105 in Vorarlberg.

Die Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) meldete einen einzigen Antrag, und zwar aus der Steiermark im Jahr 2014. Nicht so wirklich angenommen wird das Modell auch bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA), wo 18 Fälle vermerkt wurden (im Burgenland, in Kärnten und Niederösterreich gar keine). Die Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau (VAEB) berichtete von acht Versicherten, die das Pensionssplitting in den vergangenen Jahren in Anspruch genommen haben (keine Fälle in Kärnten, Tirol, Vorarlberg und im Burgenland).

In der Regel wird die Übertragung von 50 Prozent der Gutschriften beantragt, geht aus den Antworten von SVA und VAEB hervor, beim Einzelfall der Bauernkasse wurden 25 Prozent übertragen.

Quelle: APA

Aufgerufen am 14.08.2018 um 11:11 auf https://www.sn.at/politik/innenpolitik/pensionssplitting-wird-weiter-kaum-genutzt-28860592

Schlagzeilen