Innenpolitik

Platter will keine "exportierten Krisen" aus der Türkei

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hat die Türkei davor gewarnt, innenpolitische Krisen in andere Länder zu exportieren.

Platter will keine "exportierten Krisen" aus der Türkei SN/APA (DOLOMITEN)/DLIFE
Platter wünscht sich von EU "Standfestigkeit" gegenüber Ankara.

Kein Land der Welt habe das Recht dazu, kritisierte er am Dienstag. Er lehne die "von Ankara aus betriebene Politisierung der türkischen Community in Europa strikt ab", so Platter.

Gleichzeitig richtete er einen Appell an die türkische Community hierzulande: "Jeder, der sich der Türkei mehr verpflichtet fühlt als seinem neuen Heimatland, sollte sich ernsthaft die Frage stellen, ob er Teil unserer offenen Gesellschaft bleiben möchte".

Denn Integration bedeute ein Leben "miteinander und nicht nebeneinander".

Platter forderte die Europäische Union auf, gegenüber der Türkei "klar Stellung zu beziehen".

"Ein Staat, in dem grundlegende Rechte und Freiheiten eingeschränkt werden, hat in der EU nichts verloren", argumentierte Tirols Landeschef: "Es hat den Anschein als entwickelt sich die Türkei immer mehr in Richtung einer Autokratie".

Hinsichtlich der Drohung Ankaras, den Flüchtlingspakt aufzukündigen, erwartete sich Platter von der EU "Standfestigkeit". "Die EU darf sich von diesen Machtspielen nicht beeindrucken lassen. Wir dürfen nicht einknicken, sondern müssen unmissverständlich klarstellen, dass wir uns von niemandem erpressen lassen", erklärte er.

Quelle: APA

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