Innenpolitik

Prozess um Schweineköpfe vor Moschee in Graz

Der Anschlag auf eine Grazer Moschee von Mai 2016 kommt nach langen Ermittlungen nun Ende März zur Verhandlung. Vier Personen müssen sich im Bezirksgericht Graz-West wegen Sachbeschädigung und Herabwürdigung religiöser Lehren verantworten, hieß es auf APA-Anfrage seitens des Gerichts. Die Beschuldigten sollen den Außenbereich der Moschee mit Schweineblut und -köpfen verunstaltet haben.

Der Fall ereignete sich in der Nacht auf 6. Mai 2016. Kurz nach dem Vorfall wurde bereits ein Mann festgenommen, der der Haupttäter sein soll. Unter den Verdächtigen soll auch ein Informant des Abwehramtes sein, doch das wurde von Gerichtssprecherin Ulrike Worm nicht bestätigt. Bei den Angeklagten handelt es sich um zwei Männer und eine Frau aus Österreich sowie einen deutschen Staatsbürger. Der Prozess könnte auf Antrag der Beschuldigten unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, das wird allerdings vom Richter erst bei der Verhandlung entschieden.

Gegen vier weitere Verdächtige wurde das Verfahren laut Staatsanwaltschaft Klagenfurt eingestellt. Unter ihnen war ein Mitarbeiter des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung. Bei ihm bestand der Verdacht der gefährlichen Drohung und des Amtsmissbrauchs, das Verfahren wurde aber aus Mangel an Beweisen eingestellt. Hinsichtlich der angeblichen gefährlichen Drohung sei der Wortlaut zu unbestimmt gewesen, hieß es damals.

Quelle: APA

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