Innenpolitik

Pühringer-Rücktritt heizt Debatte um Häupl-Nachfolge an

Der für 6. April angekündigte Rückzug des oberösterreichischen Landeshauptmanns Josef Pühringer (ÖVP) heizt auch die Nachfolgediskussion um den Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) wieder neu an.

Häupl wird weiter kritisch beäugt.  SN/APA/GEORG HOCHMUTH
Häupl wird weiter kritisch beäugt.

Der Wiener Gemeinderat und frühere SPÖ-Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid fordert in der "Tiroler Tageszeitung" eine personelle Neuaufstellung der Wiener SPÖ noch vor dem Parteitag im April.

"Auch ein Trainer einer Fußballmannschaft, der die Champions League gewonnen hat, muss sich nach so einem Erfolg überlegen, wann der Zeitpunkt gekommen ist, abzutreten. Wie wir am Beispiel von Niederösterreich und Oberösterreich gesehen haben, haben dort die Landeshauptleute den richtigen Zeitpunkt erkannt", sagte Schmid. Der Parteitag im April "eignet sich ideal für eine inhaltliche Positionierung und einen personellen Neustart", so Schmid an die Adresse des Wiener Landeshauptmanns.

Punkto Häupl-Nachfolger zeigte der frühere SPÖ-Bundesgeschäftsführer neuerlich Präferenz für Wohnbau-Stadtrat Michael Ludwig. "Er ist in höchstem Maße - charakterlich und intellektuell - für höchste Funktionen geeignet. Er hat die nötige Erfahrung."

Auch Simmerings SPÖ-Bezirksparteichef Harald Troch legte Häupl den Rücktritt nahe. "Ich erwarte mir vom Bürgermeister, dass er das G'spür für Wien hat, zu erkennen, dass es nach Niederösterreich und Oberösterreich auch hier Zeit für eine Erneuerung ist", sagte Troch anlässlich des für 6. April geplanten Pühringer-Rücktritts gegenüber der Tageszeitung "Kurier".

SPÖ-Landesgeschäftsführerin Sybille Straubinger wies die Aussagen zurück. Sie betonte, dass es erst vor einem Jahr eine Wahl gab, die vor allem der Bürgermeister getragen habe. "Daran sollten sich die Parteifreunde ruhig einmal zurückerinnern."

In Richtung Troch meinte Straubinger im "Kurier", ob dieser mitunterschriebene Parteibeschlüsse überhaupt ernst nehme. "Wir haben im Vorstand und im Ausschuss einstimmig die Perspektivengruppe beschlossen, um Konflikte intern zu klären."

Quelle: APA

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