Innenpolitik

Rechnungshöfe wollen Prüfungen besser vernetzen

Die österreichischen Rechnungshöfe wollen ihre Prüfungen künftig besser aufeinander abstimmen. Eine entsprechende Vereinbarung wollen die Direktoren der Rechnungshöfe der neun Länder und des Bundes am Montag in Bregenz unterzeichnen. Damit soll sichergestellt werden, "dass die Kontrolle in ganz Österreich an einem Strang zieht", sagte Rechnungshofpräsidentin Margit Kraker am Sonntag.

Laut der "Vorarlberger Vereinbarung" wollen die Landesrechnungshöfe, der Stadtrechnungshof Wien und der Rechnungshof des Bundes einmal pro Jahr in einer gemeinsamen Konferenz ihre Prüfungspläne aufeinander abstimmen, um "Doppelgleisigkeiten" zu vermeiden. Dabei soll auch der Europäische Rechnungshof eingebunden werden. Außerdem wird eine gemeinsame Grundausbildung auf Universitätsniveau für die Prüferinnen und Prüfer angestrebt.

Kooperieren will man aber auch bei der "Stärkung der Finanzkontrolle". "Wir wollen uns stärker gegenseitig unterstützen. Besonders, wenn der Zugang zu Informationen bei Prüfungen in Frage gestellt werden soll", so Kraker in einer Aussendung. Vorteile bringt die Vereinbarung aus Sicht der Vorarlberger Rechnungshofdirektorin Brigitte Eggler-Bargehr auch den "Prüfkunden", weil man durch abgestimmte Prüfpläne Kosten spare und die Qualität hebe.

Quelle: APA

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