Innenpolitik

Regierung bedauert IKG-Boykott von FPÖ-Veranstaltungen

Regierungssprecher Peter Launsky-Tieffenthal hat am Freitag namens der Bundesregierung bedauert, dass die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) im heurigen Gedenkjahr Veranstaltungen boykottieren will, an denen auch FPÖ-Minister teilnehmen. Man respektiere die Entscheidung des IKG-Vorstandes, würde sich aber über die Teilnahme von Mitgliedern der jüdischen Community freuen.

Regierungssprecher Launsky-Tieffenthal bringt Bedauern zum Ausdruck SN/APA/HERBERT NEUBAUER
Regierungssprecher Launsky-Tieffenthal bringt Bedauern zum Ausdruck

Der Regierungssprecher verwies in seiner schriftlichen Stellungnahme auf das Vorhaben des Gedenkjahrs 2018, das Bekenntnis gegen jede Form von Antisemitismus im Regierungsprogramm und den "sehr guten" Kontakt von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zu IKG-Präsident Oskar Deutsch. Die gute Zusammenarbeit mit der IKG und ihren Mitgliedern wolle man fortsetzen, auch die FPÖ habe dies betont.

"Selbstverständlich respektieren wir die Entscheidung, die der Vorstand der IKG getroffen hat - auch wenn wir sie bedauerlich finden", hieß es: "Dennoch würden wir uns freuen, Mitglieder der Jüdischen Gemeinde bzw. Angehörige der jüdischen Community bei den geplanten Veranstaltungen zum Gedenkjahr begrüßen zu dürfen."

Sein Bedauern äußerte auch David Lasar, freiheitlicher Abgeordneter und selbst Mitglied der IKG. In einer Aussendung verwies er auf die Teilnahme seines Parteichefs Heinz-Christian Strache an vergangenen Gedenkveranstaltungen, die stets positiv beurteilt und wahrgenommen worden seien. Für Lasar ist zudem klar zu erkennen, dass der Aufruf nicht von allen Seiten in der Gemeinde mitgetragen wurde. Viele jüdische Mitbürger stünden einer solchen Maßnahme sehr kritisch gegenüber.

Quelle: APA

Aufgerufen am 25.09.2018 um 11:39 auf https://www.sn.at/politik/innenpolitik/regierung-bedauert-ikg-boykott-von-fpoe-veranstaltungen-23152387

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