Innenpolitik

Regierung gab 1,6 Mio. Euro für Meinungsforschung aus

Die Regierung hat seit Beginn der Legislaturperiode rund 1,6 Mio. Euro für Meinungsforschung ausgegeben.

Regierung gab 1,6 Mio. Euro für Meinungsforschung aus SN/APA/HELMUT FOHRINGER
Umweltminister Rupprechter als Spitzenreiter.

Das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium zahlte an Institute insgesamt 372.460 Euro und liegt damit an der Spitze, ergab die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage an das Team Stronach. Keine derartigen Aufträge gab es vom Bildungs-, Infrastruktur-, Verteidigungs- und Kulturressort.

Überwiegend ging es den Ministerien bei der Beauftragung von Meinungsforschungsinstituten um die Erhebung von "Wünschen" und "Bedürfnissen" der Bevölkerung, wie aus den Beantwortungen hervorgeht. So auch dem Landwirtschaftsministerium, das renommierte Unternehmen wie etwa OGM, GFK und das WIFO beauftragte. Fast ebenso viel wie der Spitzenreiter, nämlich 343.750 Euro, gab laut Anfragesteller das Frauen- und Gesundheitsministerium für Erhebungen aus. Das Innenministerium folgt mit 261.600 Euro - für die Erhebung der "Public Opinion".

Nur wenig für Meinungsforschung ausgegeben haben laut Team Stronach das Familien- (21.630 Euro) und das Außenministerium (19.800 Euro). Dennoch: "1,6. Mio. Euro ist sehr viel Geld für nicht transparente Meinungsforschung", kritisierte Martina Schenk, Abgeordnete des Team Stronach gegenüber der APA. "Dieses Geld wäre beim Rechnungshof besser aufgehoben, der seit Jahren an Mittelknappheit leidet."

Quelle: APA

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