Innenpolitik

Rentenkommission zur Entschädigung von Heimopfern startet

Die bei der Volksanwaltschaft angesiedelte Rentenkommission zur Entschädigung von Heimopfern nimmt ab Juli ihre Arbeit auf. Die Leitung der Rentenkommission übernimmt Volksanwalt Günther Kräuter, gebildet wird das Gremium, das die Basis für die Verteilung der Opferrenten bildet, von zwölf Experten, darunter Richter, Anwälte, Psychologen.

Das neue Heimopferrentengesetz gesteht geschätzt rund 7.000 Menschen, die in Einrichtungen des Bundes, der Länder und der Kirche oder auch in Pflegefamilien missbraucht beziehungsweise misshandelt wurden, ab Erreichen des Regelpensionsalters beziehungsweise ab Pensionsantritt monatlich 300 Euro zu. Die Rente wird ab Juli ausbezahlt und gilt für Fälle zwischen 1945 und 1999, danach gilt das Verbrechensopfergesetz.

Über die Zuerkennung der Renten entscheiden Pensionsversicherungsträger oder Sozialministeriumsservice. Grundlage für diese Entscheidungen sind Belege über Entschädigungen durch Opferschutzstellen oder eine begründete Empfehlung des Kollegiums der Volksanwaltschaft. Das Kollegium entscheidet wiederum auf Vorschlag der Rentenkommission, wo auch die entsprechenden Anträge eingereicht werden können.

Neben Volksanwalt Kräuter wurden Brigitte Dörr (Unabhängige Opferschutzanwaltschaft), Gabriele Fink-Hopf (Vizepräsidentin am OLG Wien), Norbert Gerstberger (Richter am LG für Strafsachen Wien), Ralf Gößler (Kinder- und Jugendpsychiater am KH Hietzing), Hansjörg Hofer (Behindertenanwalt), Michael John (Sozialhistoriker), Rainer Loidl (Soziologe an der FH Joanneum Graz), Oliver Scheiber (Leiter BG Meidling, Vorstandsmitglied Weißer Ring), Romana Schwab (Obfrau Verein ehemalige Heim- und Pflegekinder), Natascha Smertnig (Weißer Ring, JKU Linz), Barbara Winner (Psychologin Kinder- und Jugendanwaltschaft Tirol) sowie Hedwig Wölfl (Psychologin und Psychotherapeutin, Die Möwe) in die Rentenkommission bestellt.

Quelle: APA

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