Innenpolitik

Österreich bekam 3500 Flüchtlinge aus Nachbarstaaten zurück

Österreich hat seit dem Sommer des Vorjahres 3.520 Flüchtlinge von den Nachbarstaaten rückübernommen. Die Mehrzahl davon kam aus Italien. Das geht aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des Team-Stronach Abgeordneten Christoph Hagen durch das Innenministerium hervor.

Österreich bekam 3500 Flüchtlinge aus Nachbarstaaten zurück SN/APA/ROBERT JAEGER
Die meisten Flüchtlinge übernahm Österreich von Italien.

Eine statistische Erfassung der Rückübernahmen erfolgt seit Juli 2015. In der zweiten Hälfte des Vorjahres hat Österreich von den Nachbarstaaten 2.301 Flüchtlinge zurückgenommen, von Jänner bis inklusive September des heurigen Jahres waren es 1.219.

Die meisten Flüchtlinge hat Österreich von Italien zurückgenommen - 807 in der zweiten Hälfte 2015 und weitere 983 in den ersten neun Monaten 2016. Dahinter folgt in der Statistik überraschenderweise Tschechien, wobei 2015 1.038 Personen registriert wurden, heuer aber nur noch 47. Das Innenministerium erklärt dies damit, dass diese Personen aus Österreich über Tschechien nach Deutschland reisen wollten. Aus Deutschland selbst hat Österreich 571 Flüchtlinge (422 im Vorjahr, 149 heuer) zurückgenommen.

Die Zahlen beziehen sich auf jene Fremden, die aufgrund von Rückübernahmeabkommen aus den Nachbarstaaten zurückgenommen wurden. Das Innenministerium verweist in der Anfragebeantwortung darauf, dass es das Ziel sei, diese zurückgenommenen Fremden in jenen Nachbarstaat weiter zurückzuschieben, aus dem sie nach Österreich eingereist sind. Gemäß der Dublin-Verordnung ist jenes Land zuständig, in dem die Flüchtlinge europäischen Boden betreten haben.

Quelle: APA

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