Innenpolitik

Schmierereien in Saal vor Burschenbundball in Linz

Der am Samstag in Linz stattfindende Burschenbundball sorgt weiter im Vorfeld für Aufregung. In der Nacht auf Freitag wurde der Eingangsbereich des Veranstaltungssaals, das Palais Kaufmännischer Vereinshaus, beschmiert. Unbekannte machten dort ihrem Ärger über den Event Luft: In schwarzen Lettern steht u.a. an der Fassade: "Scheiss Rassistenball!". Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung.

Die Polizei hatte Freitagfrüh drei Bilder mit den Schmierereien auf Twitter gestellt. "Back-Liebe statt Backenhiebe! Burschis hinter Herd!", lautete der zweite Schritt. Die Polizei kommentierte dieses Aktion mit "Sieht friedlicher, demokratischer Protest wirklich so aus? Schwere Sachbeschädigung beim Palais KV." Dies Anmerkung bescherte ihr kritische Reaktionen wie "Ein Idiot sprüht. Polizei nimmt ganze Demo in Sippenhaft".

Wie jedes Jahr wird es auch heuer wieder am Samstagnachmittag eine Gegendemo geben. Das Bündnis "Linz gegen Rechts" erwartet 1.000 Teilnehmer. Polizeisprecher David Furtner verwehrt sich gegen Vorhaltungen, "die Polizei ist auf dem rechten Auge blind". Bei der Sprayaktion handle sich um eine Straftat, stellte er klar. Und diese gehöre geahndet.

Bis zum Ballbeginn soll die Fassade noch gesäubert werden. 200 Polizisten sind ab dem Nachmittag unterwegs, sichern die Kundgebung und in weiterer Folge die Verbotszone rund um das Palais. Die Linz Linien richten für den betroffenen Abschnitt der Straßenbahn einen Schienenersatzverkehr ein.

Quelle: APA

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