Zugleich sei auch darüber "Rechenschaft zu geben", wenn man dies nicht versuchen würde, gab der Kardinal zu bedenken. Er habe die konkrete Hoffnung und Erwartung, dass im Rahmen des Abdullah-Zentrums für Interreligiösen Dialog (KAICIID) die weltweite Situation der bedrängten und verfolgten Christen angesprochen werde, sagte der Wiener Erzbischof und verwies in diesem Zusammenhang auf die Ansprache von Kurienkardinal Tauran. Die deutlichen Worte der zahlreichen politischen und religiösen Autoritäten und die verbrieften Ziele des neuen Dialogzentrums könne man künftig "einfordern" betonte der Kardinal mit Blick auf die notwendige Freiheit von religiösen Minderheiten.
Mit Blick auf Österreich würdigte der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz die Qualität des hierzulande praktizierten interreligiösen Dialogs, wie ihn in nur wenige Länder hätten. Österreich habe diesbezüglich international "einen guten Ruf". Das neue Dialogzentrum sei eine Chance für die österreichische Außenpolitik, "die Möglichkeit des Dialogs aktiv zu nutzen". Die Religionsgemeinschaften in Österreich wollen sich daran "aktiv beteiligen", bekräftigte Kardinal Schönborn.
