Innenpolitik

SPÖ-Listenerster für NÖ-Wahl 2018 soll im April feststehen

Die SPÖ will noch im April über ihren Spitzenkandidaten für die NÖ Landtagswahl 2018 entscheiden. Als möglicher Listenerster ist u.a. der frühere Wiener Polizeigeneral Franz Schnabl im Gespräch. Keine Ambitionen auf einen Wechsel in die Landespolitik hat hingegen Bildungsministerin Sonja Hammerschmid, deren Name zuletzt in Zusammenhang mit der Suche nach einem Spitzenkandidaten genannt wurde.

"Das ist keine Option".  SN/APA (Archiv)/HELMUT FOHRINGER
"Das ist keine Option".

Für den 28. April sei eine Sitzung des Präsidiums und des Landesparteivorstandes einberufen worden, sagte der niederösterreichische SPÖ-Landeschef und Bürgermeister von St. Pölten, Matthias Stadler. Wenn eine Entscheidung in den Gremien getroffen sei, werde man den Spitzenkandidaten "umgehend präsentieren", kündigte Stadler im Gespräch mit der APA an. "Bis dahin wird noch viel spekuliert werden", meinte er.

Als Kandidaten wurden zuletzt u.a. der ehemalige Wiener Polizeigeneral Schnabl, Bildungsministerin Hammerschmid und Manager Gerald Gerstbauer erwähnt. Den Magna-Manager und Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes Schnabl bezeichnete der Landesparteichef als "mögliche Option neben anderen". Aus dem Büro von Hammerschmid hieß es am Dienstag auf APA-Anfrage zu einer möglichen Spitzenkandidatur: "Das ist für sie keine Option. Sie wurde als Bildungsministerin geholt, um das Bildungssystem neu aufzustellen." Die gebürtige Oberösterreicherin ist Mitglied der SPÖ in St. Pölten.

Stadler hat mehrfach erklärt, er selbst werde nicht bei der Landtagswahl antreten. Dass Medien zuletzt mehrere Namen möglicher Listenerster genannt hatten, sei ein Zeichen, dass die niederösterreichische SPÖ "eine Menge Kandidaten" habe, erklärte er.

Schnabl hatte am Wochenende gegenüber dem "Kurier" bestätigt, auf einer Liste von mehreren möglichen Spitzenkandidaten zu stehen und Interesse an einer Kandidatur signalisiert. Der 58-Jährige kündigte ein Gespräch mit dem Bundeskanzler und Bundesparteichef Christian Kern an. Der gebürtige Neunkirchner Schnabl wurde 2002 während der Amtsperiode von Innenminister Ernst Strasser (ÖVP) als Generalinspektor der Wiener Sicherheitswache abgelöst und ist derzeit im Magna-Konzern tätig.

Punkto Landeshauptmann sieht Stadler nach dem Wechsel von Erwin Pröll zu Johanna Mikl-Leitner (beide ÖVP), der am Mittwoch im Landtag vollzogen wird, Chancen für die SPÖ. "Ich sehe die Karten neu gemischt", so Stadler in der "Presse". Man wolle "mitrittern um die Spitze im Land Niederösterreich". Bei der Landtagswahl am 3. März 2013 wurden die Sozialdemokraten mit 21,57 Prozent der Stimmen (nach 25,51 Prozent 2008) zweitstärkste Kraft hinter der ÖVP, die mit 50,79 Prozent erneut die absolute Mehrheit erreichte.

Quelle: APA

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