Innenpolitik

St. Pöltener Bischof Küng rechnet heuer mit Nachfolger

Der St. Pöltener Diözesanbischof Klaus Küng erwartet bald einen Nachfolger. Sein Rücktrittsgesuch im Vatikan hatte er 2015 zu seinem 75er eingereicht. "Das Verfahren ist, denke ich, im Gange. Wie lange es genau dauert, bis mein Nachfolger feststeht, liegt nicht in meiner Hand. Es ist aber anzunehmen, dass der Wechsel im Verlaufe des Jahres geschehen wird", sagte Küng im "NÖN"-Interview.

Küng muss sich noch gedulden SN/APA (Scheriau)/ERWIN SCHERIAU
Küng muss sich noch gedulden

Sein Ansuchen wurde 2015 vom Vatikan "nunc pro tunc" ("jetzt für später") angenommen - Küng bleibt also bis zur Entscheidung über seine Nachfolge im Amt. Bis zum Ende seiner Amtszeit möchte Küng seine Aufgaben als Bischof "verantwortungsbewusst wahrnehmen und dafür sorgen, dass nötige Entscheidungen nicht aufgeschoben werden", sagte er laut einem "NÖN"-Onlinebericht in dem Interview, das am (morgigen) Dienstag in der Printausgabe der Wochenzeitung erscheint.

Auf seinen Nachfolger warten laut Küng große Aufgaben - nicht zuletzt aufgrund des rasanten Umbruchs von Gesellschaft und Kirche. Durch den starken Rückgang der Glaubenspraxis bei einem Großteil der Bevölkerung sieht er auf den nächsten Bischof eine grundlegende Neuordnung der Seelsorge zukommen, "in der der christlichen Familie und der Jugendarbeit, die eine Befähigung zum Christsein als Ziel haben sollte, eine zentrale Stellung zukommt".

Der gebürtige Vorarlberger wird am 17. September 78 Jahre alt. Er ist seit 2004 Diözesanbischof von St. Pölten.

Quelle: APA

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