Innenpolitik

Standortwechsel: Wiener ÖVP ist zur Bundespartei gezogen

Die Wiener ÖVP ist umgezogen und hat eine neue Adresse: Lichtenfelsgasse 7. Am Montag hatten Landesparteichef Gernot Blümel und seine Mitarbeiter ihren ersten Arbeitstag in den neuen Räumlichkeiten, die sich im selben Gebäude wie die ÖVP-Bundesparteizentrale befinden. "Summa summarum war das die günstigste und effizienteste Variante", begründete Blümel die Standortwahl bei einem Medientermin.

Standortwechsel: Wiener ÖVP ist zur Bundespartei gezogen SN/APA/HELMUT FOHRINGER
Hier residiert jetzt auch die Wiener ÖVP.

Bisher haben die Stadt-Schwarzen ein paar Häuser weiter, an der Ecke Rathausplatz/Lichtenfelsgasse residiert. Grund für den Umzug waren die Kosten. Die Partei rutschte bei der Wahl im Oktober 2015 knapp unter die Zehn-Prozent-Marke und muss nun mit deutlich weniger Budget auskommen. Auch beim Personal erfolgten Einsparungen - ein Drittel der Mitarbeiter in Klub und Partei musste gehen. Die Landesorganisation beschäftigt nun 14 Personen.

Im Rahmen der Standortsuche wurden mehrere Möglichkeiten geprüft, darunter die Politische Akademie, berichtete Blümel. Schließlich entschied man sich für die Bundesparteizentrale. Die Altbauetage mit circa 300 Quadratmetern sei um die Hälfte kleiner als das ehemalige Landesparteibüro und daher entsprechend günstiger, hieß es.

Blümel führte Medienvertreter und ÖVP-Prominenz wie die Bezirksvorsteher Adi Tiller und Silke Kobald oder die Seniorenvertreterin Ingrid Korosec - die ihm zum Einstand einen Kaktus überreichte - durch die neu sanierten Räumlichkeiten. So steht den Mitarbeitern nun beispielsweise ein Kreativraum mit bemalbarer Wand zur Verfügung. Der Chef selbst residiert in einem recht spartanisch eingerichtetem Eckbüro mit Blick auf das Rathaus: "Das soll sich auch nicht ändern, damit mich nichts vom Arbeiten abhält."

Dass die Wiener ÖVP in die Bundesparteizentrale Einzug gehalten hat, darauf weist übrigens nicht nur ein Schild neben dem Eingang hin. Enthüllt wurde heute auch einen Schuldenzähler, der laufend aktualisiert anzeigt, wie hoch der Schuldenstand der Stadt im Moment ist: "Die Schulden von heute sind die Gebühren und Belastungen von morgen", so Blümel. Die ÖVP würde jeden Tag daran arbeiten, neue Ideen zu konzipieren, wie man die massiven Schulden abbauen, die Wirtschaft beleben und der Stadt eine Zukunft geben könne, warb er.

Quelle: APA

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