Innenpolitik

Studierende sehen große Mängel bei digitaler Lehre an Unis

An den Universitäten gibt es nach Einschätzung der Studierenden noch große Mängel bei der digitalen Lehre. Das zeigt eine Umfrage der ÖVP-nahen AktionsGemeinschaft (AG) mit rund 10.000 Teilnehmern zwischen Mitte Mai und Anfang Juni, als während der Corona-Pandemie der Präsenzunterricht an den Unis ausgesetzt und auf E-Learning umgestellt war.

Wegen der Corona-Pandemie musste auf E-Learning umgestellt werden SN/APA/EXPA/ JOHANN GRODER
Wegen der Corona-Pandemie musste auf E-Learning umgestellt werden

"Im Umgang mit E-Learning scheint vielen Lehrenden die Kompetenz zu fehlen", wurde AG-Bundesobfrau Sabinge Hanger am Dienstag in einer Aussendung zitiert. Knapp die Hälfte der Uni-Studierenden gab an, dass ihre Lehrveranstaltungen nur vereinzelt oder gar nicht an E-Learning angepasst wurden. Für den Großteil sei die fehlende Kompetenz der Vortragenden der Grund dafür gewesen.

Dabei würden sich drei Viertel der Studierenden an Unis und Fachhochschulen (FH) sowie zwei Drittel an den Pädagogischen Hochschulen (PH) auch nach der Corona-Krise mehr digitale Lehre zusätzlich zur Präsenzlehre wünschen. Hanger fordert deshalb, das Lehrpersonal in diesem Bereich weiterzubilden und bei der Umsetzung zu unterstützen, sowie mehr Streams von Lehrerveranstaltungen und mehr Netscripten. Die Corona-Pandemie habe die Hochschulen in das digitale Zeitalter katapultiert. "Wir müssen uns nun dort zurechtfinden und nicht wieder zurück in die Vergangenheit", so Hanger.

Quelle: APA

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