Innenpolitik

Terrorismus-Anklagen gegen zwei Iraker in Tirol

Die Innsbrucker Staatsanwaltschaft hat gegen zwei in Tirol lebende Iraker wegen des Verbrechens der terroristischen Vereinigung Anklage erhoben. Beide sollen Mitglieder von schiitischen Milizen und bei Kämpfen nahe Tikrit involviert gewesen sein, bestätigte Staatsanwaltschaftssprecherin Birgit Unterguggenberger der APA einen entsprechenden Bericht der "Tiroler Tageszeitung" (Freitagsausgabe).

"Die Anklage ist in beiden Fällen bereits rechtskräftig", sagte die Staatsanwaltschaftssprecherin. Die beiden Iraker im Alter von 28 und 21 Jahren, denen die Beteiligung an der schiitischen Terrormiliz "Asa'ib Ahl al-Haqq" vorgeworfen wird, müssten sich Mitte September vor Gericht verantworten. Bei einem Schuldspruch drohe ihnen bis zu zehn Jahren Haft.

Der 28-Jährige soll von 2014 bis Frühling 2015 für die Miliz nahe Tikrit gekämpft haben. Zudem soll er als Leibwächter und Wachorgan des Milizanführers tätig gewesen sein. In Tirol soll er im November Flüchtlingsheimmitbewohner verängstigt haben, indem er mit einem großen Messer herumhantiert hatte. Und in sozialen Netzwerken habe er laut Polizei zudem die Anschläge von Paris gutgeheißen. Der 21-Jährige soll für dieselbe Miliz bis zum Frühjahr 2015 zwar nicht gekämpft, aber Versorgungslieferungen durchgeführt haben.

Quelle: APA

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